Neues Ungarnforum - das Forum für Residenten in ganz Ungarn
#1

Spanien : Kein so übler Platz ist UNGARN relativ gesehen.,.

in über den Zaun geschaut Politik der Nachbar-Länder und Europa 02.01.2010 08:11
von Olli • ( Gast )

Oder hier was Amüsantes von der Halb-Insel Espana
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unterne...,669717,00.html

Ich finde gar nix dabei, solangs bei den Haaren bleibt.... Aber wie man sieht, die Not die in Spanien jetzt groß und größer wird, macht zum Glück auch erfinderisch.
Wenns bei mir ums Haareverkaufen ging, dann wär ich schon am nächsten Tag "blank", denn ich hab nicht mehr soooooo viele davon. Grüße


zuletzt bearbeitet 12.01.2010 06:36 | nach oben scrollen

#2

RE: Kein so übler Platz ist UNGARN relativ gesehen.,.

in über den Zaun geschaut Politik der Nachbar-Länder und Europa 02.01.2010 14:34
von Pusztaqueen • Magyar | 1.304 Beiträge

Hi Olli,

danke für die Links.......da kann man wirklich nur

Ich hab vor kurzem auch einen interessanten Bericht gelesen (finde ihn nur leider nicht mehr)
da ging es um einen neuen "Misery Index"......also eine Aufstellung wo's den Leuten in Europa
am schlechtesten geht (Arbeitslose, Armut, etc.)

....an erster Stelle lag Spanien!!!

Im Mittelfeld lag Deutschland und dahinter kam gleich Ungarn..........

Also, wie du schon sagst......soooo schlecht ist es hier gar nicht

nach oben scrollen

#3

Spanien: Kein so übler Platz ist UNGARN relativ gesehen.,.

in über den Zaun geschaut Politik der Nachbar-Länder und Europa 02.01.2010 17:10
von Olli • ( Gast )

Hi Pusztaqueen,

ja das mit dieser Statistik und Spanien an 1. Stelle aktuell kann ich mir gut vorstellen. Ich vergaß zu erwähnen im Zusammenhang mit dem Link und dem Locken-Verkauf, daß Spanien mittlerweile (sogar offiziell) eine Arbeitslosenrate doppelt so hoch wie Ungarn hat. Wenn das nichts heißt...!?

In diesem Zusammenhang: Sicher wird es hier einige Leute geben, die auch first-hand Spanien-Erfahrung haben. Ich selbst bin 2005 dort nur hin, weil man mich dringend gebeten hatte, einen Job zu "erledigen", und zwar eine Organisation aus einer Korruptions-Situation heraus zu befreien.
Zwar wäre es ja möglich gewesen, ich hätte mich dann während dieser Zeit dort "eingelebt" um vielleicht ganz in Spanien zu bleiben, ABER.... ich wollte einfach nicht in diesem "Theater" weiter bleiben. Während ich in Playa San Juan, nur wenige km von der Stadtmitte Alicante´s lebte (nicht schlecht lebte), beobachtete ich praktisch jeden Sonntag morgen, wie junge Leute, oft junge Ehepaare aber natürlich auch ältere Ehepaare speziell Sonntagsmorgens während ihres Spaziergangs in Strandnähe Immobilien-Shopping betrieben. D.h., die sind dann noch vor dem Mittagessen in verschiedene Immobilienbüros geschlendert und haben sich dort die eine oder andere neue, bzw. noch im Neubau befindliche Wohnung gekauft, vielleicht für einen Anzahlungspreis von 3 vielleicht auch 5%.
Der Witz war (und so lief es ja jahrelang in Boomzeiten dort in Spanien), dass man diese Wohnungen ganz bewußt oft noch nicht mal behalten wollte, bis sie fertiggestellt waren, sondern sogar noch vor Fertigstellung bereits wieder mit entsprechendem Aufschlag an jemanden anderen verkaufen wollte. Ich riet vielen Leuten aus meinem Viertel wo ich wohnte, die wirklich üblen Spekulationen langsam zu vergessen, weil die Gefahr des Verspekulierens in meinen Augen fast nicht mehr kontrollierbar war. Egal wo ich so redete, jeder und ales lachte....

Der allergrößte Job-Motor Spaniens lag im Immobilienbereich. Schulabgänger legten praktisch gar keinen Wert mehr auf Ausbildung bzw. weiteres Studium, sie gingen schnurstraks und auf dem schnellsten Wege in die Immobilienbranche arbeiten und verdienten glänzend über sehr viele Jahre. Spekulierten natürlich ebenso kräftig dabei mit, wie ihre Kundschaft. Die ANGST in Spanien, der Zug führe ab, ohne dabei zu sein, wuchs und wuchs und veranlaßte wirklich ganz einfache Menschen im Landesinneren von Spanien, unter teils Bürgschaftsgarantie ihrer Eltern oder Großeltern schnell auch noch eine Wohnung in Boombezirken, seien es jetzt Städte oder Strand zu kaufen. Eine Unmenge von Menschen lebten in und von diesem Gewerbe...

Und dann platze die Blase und jetzt befinden sich die allermeisten dieser Menschen "auf der Straße". 20% Arbeitslosigkeit in Spanien, das muß man sich mal vorstellen. Die wähnten sich derart reich und innerhalb der EU als fortgeschritten, daß sie niemanden gegenüber, auch eindringlichen Warnungen seitens der EU-Behörden noch zuhören wollten. JETZT bereits aber werden sie schon zu dem Kreis der Länder gezählt, die im schlimmsten Falle den Euro eines Tages in Bedrängnis bringen könnten.... Man nennt den Kreis dieser Länder "PIGS": Portugal, Italien, Griechenland und Spanien. Alles die Sonnenländer..!?

Soviel jedenfalls fiel mir eben nochmals ein, als ich an Spanien zurückdachte... wie an einen Traum (Ich vergess nicht, wie die mich alle mitleidig anschauten oder lächelten, als wir dann von Ungarn als unserem nächsten Reise- und Wohnziel erzählten.... Wie heißts so schön: Alles fließt. Olli vom See


zuletzt bearbeitet 12.01.2010 06:37 | nach oben scrollen

#4

RE: Kein so übler Platz ist UNGARN relativ gesehen.,.

in über den Zaun geschaut Politik der Nachbar-Länder und Europa 09.01.2010 19:16
von Olli • ( Gast )

Kleiner Up-date zum südlichen Nachbarn Ungarns:
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft..._1.4470742.html

Grundsätzlich plagen alle Ost-Staaten die gleichen Probleme wie Kroatien. Irgendwann muß irgendwas unternommen werden, wir werdens weiter beobachten und zwischendrin den guten ungarischen Rotwein genießen, mit ner guten Gulaschsuppe dazu. Olli


zuletzt bearbeitet 12.01.2010 06:24 | nach oben scrollen

#5

RE: Kein so übler Platz ist UNGARN relativ gesehen.,.

in über den Zaun geschaut Politik der Nachbar-Länder und Europa 26.03.2010 18:06
von Olli • ( Gast )

Für alle "ehemals-Spanier" hier in Ungarn: (aus einem österreichischen Forum herauskopiert heute).


[15:45] Leserzuschrift - Spanien : Villajojosa ( Benidorm ):

Seit 19.03.2010 hat das dortige Casino nach 30 Jahre die Tore für immer geschlossen. Das Casino begründet den Schritt mit ständig steigenden Verlusten. Etwa 130 Mitarbeiter stehen jetzt ohne Arbeit da.

Die Zocker fangen an zu sparen, Urlauber fallen aus, spärlich bekleidete Mädchen wurden dort für einen Flirt immer billiger, jetzt haben diese auch keine Freude mehr. Bis vor kurzem noch kamen kleine Handwerker und andere Geschäftsleute regelmäßig und verteilt über den Tag ins Casino zum zocken. Tja, die Krise macht sich auch hier bemerkbar. Und wenn eine Spielbank dichtmacht, ist es wirklich schlimm.

(Wenn selbst die Mädels keine Freude da mehr haben.... )

nach oben scrollen

#6

RE: Kein so übler Platz ist UNGARN relativ gesehen.,.

in über den Zaun geschaut Politik der Nachbar-Länder und Europa 27.03.2010 13:22
von Pusztaqueen • Magyar | 1.304 Beiträge

Traurig, traurig.............hab ein paar schöne Erinnerungen,
da konnte man nämlich nicht nur zocken, sondern auch sehr gut essen

...damals, als Spanien noch eine aufstrebende Nation war....

Aber, wie heisst es so schön "Hochmut kommt vor dem Fall"-
das werden die Emirate auch bald richtig zu spüren bekommen
(dieser riesige Hotel-Turm erinnert mich immer an den Turmbau von Babel!!!)


Bis bald mal wieder
Pusztaqueen


- Man sollte keine Fragen stellen, wenn man die Antwort nicht hören will -

nach oben scrollen

Wir begrüßen unsere Gäste recht herzlich, bitte melden Sie sich im Forum kostenlos an und beteiligen Sie sich. Wir freuen uns auf Sie
"Was essen wir heute?" Keine Idee? Dann zu den Kochbären. Rezepte und Tips für die Küche "Aalener Kochbären"
Urlaub in Kroatien? Planen und informieren Forum"Dalmatienurlaub.de"
free counters
ForexPros
Unser Partner für Ihre Ersatzteile
Besucher
5 Mitglieder und 5 Gäste sind Online:
Csakgyoergy, Admi, ghia, borkecske, Ferdinand

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Kaemena
Forum Statistiken

Xobor Ein eigenes Forum erstellen