Die Vergessene
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Wenig Positives ist aktuell aus dem Nordosten von Ungarn zu hören: Miskolc, die mit 174.000 Einwohnern drittgrößte Stadt Ungarns, gilt als Zentrum des vergleichsweise rückständigen Gebietes und machte durch Unwetter und Hochwasser sowie die “Romaproblematik” auf sich aufmerksam. Sie leidet auch unter der Zentrierung auf Budapest, dabei haben Stadt und Umgebung einiges zu bieten.
Dass Polizeichef Álbert Pásztor mit seiner abschätzigen und chauvinistischen Meinung zur Roma-Minderheit offenbar nicht alleine darsteht, zeigte zuletzt der Wahlabend am 11. April. Im Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén, dessen Komitatssitz Miskolc darstellt, gaben ganze 27,2 % der Wahlberechtigten ihre Stimme der rechtsextremen Jobbik. Dieses Ergebnis ist vermutlich zu einem Teil auch Ausdruck einer tiefen Politikverdrossenheit in der Bevölkerung, sicherlich aber nicht gerade die beste Voraussetzung um sich als weltoffene Kulturregion präsentieren zu können. Dabei gibt man sich beim örtlichen Tourismusamt alle Mühe, Miskolc eben jenes Prädikat zu verleihen. Diese Bemühungen müssen nicht umsonst sein, denn bei allen Negativschlagzeilen haben Miskolc und seine Umgebung durchaus Einiges zu bieten.
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