(c) Pester Lloyd / 29 - 2010 WIRTSCHAFT 19.07.2010
Österreich, Dänemark, Finnland, Deutschland, Ungarn, Luxemburg, Slowakei, Slowenien, Spanien und Großbrtiannien sind die EU-Länder, die aus verschiedensten Gründen einen Teil der aus der Gemeinschaftskasse erhaltenen Agrarsubventionen zurückzahlen müssen. Insgesamt geht es dabei um 265 Millionen EUR, Ungarn ist mit rund 11 Mio EUR dabei. Die Rückforderungen beziehen sich auf "inadäquate Kontrollmechanismen bei der Verausgabung" bzw. die "Nichtübereinstimmung mit EU-Regeln" bei der Vergabe der Gelder, übersetzt könnte man auch Schlamperei und Betrugsversuch dazu sagen.
Neben kleineren verwaltungstechnischen Fehlern, wird das Gros der aus Ungarn zurückgeforderten Summe wegen "falscher Umrechnungskurse des Forint, sowie der fehlerhaften Einrechnung der Mehrwertsteuer und damit einer inkorrekten Wertangabe bei der Einlagerung von weißem Zucker in öffentliche Lager" eingefordert. Wer das nicht versteht, die Schuldigen werden es verstehen. Wegen ähnlicher “Rechenfehler” mussten bereits auch einige andere Fördersummen u.a. aus dem Straßenbau zurückgezahlt werden. Dass man Subventionen aus Großbritannien zurückfordert, weil den erzeugten und geförderten Lebensmitteln in britischen Küchen Grausames angetan wurde, ist nur ein unappetitliches Gerücht.