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Neues Ungarnforum - das Forum für Residenten in ganz Ungarn

#1

1 1/2 Jahre nach der Giftschlammkatastrophe

in Nord und Westungarn 11.10.2010 15:11
von Zebeckepeter • Resident/in | 72 Beiträge

(c) Pester Lloyd / 41 - 2010 NACHRICHTEN 11.10.2010
Vorausgehende Beiträge unter: Chemieunfall

Der Vorstandschef, gleichzeitig Miteigner der Magyar Alumínium Zrt. (MAL) Zoltán Bakonyi wurde am Montagmittag verhaftet.
Das verkündete nicht die Polizei, sondern Ministerpräsident Viktor Orbán höchstpersönlich vor dem Parlament.
Gleichzeitig wurde das Unternehmen unter Staatsaufsicht gestellt und ein Regierungskommissar mit der interimistischen Aufsicht und Geschäftsführung betraut.

Der Vorstandschef der Verursacherfirma wird nun zu den Hintergründen der Katastrophe vernommen, die genau vor einer Woche begann.
Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft, wegen des dringenden Tatverdachts der fahrlässigen Tötung sowie Flucht- und Verdunklungsgefahr. Die drei ungarischen Eigentümer der MAL gelten als Privatisierungsgewinnler im Dunstkreis der sozialistischen Partei, womit die Angelegenheit auch einen politischen Aspekt erhält. Warum die anderen Eigentümer nicht auch verhaftet wurden, dazu gibt es derzeit noch keine Erklärung

Orbán erklärte in einer emotionalen Rede vor den Abgeordneten, dass es durch die Maßnahmen vor allem darum geht, die Interessen der Öffentlichkeit vor den Privatinteressen durchzusetzen. Mit der Kontrollübernahme durch den Staat solle vor allem auch verhindert werden, dass Vermögenswerte ins Ausland geschafft werden könnten. Für die Folgen der Giftschlamm-Katastrophe sollten nicht die Steuerzahler aufkommen, sondern die Verursacher.

Die Oppositionsparteien stimmen der Strategie der Regierung mit einigen Abstrichen zu, die MSZP zeigte sich empört über die ersten abwiegelnden Verlautbarungen der Firma, Jobbik verlangt die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses.


zuletzt bearbeitet 21.01.2012 18:03 | nach oben springen

#2

RE: Ungarn: Chef der Katastrophen-Firma MAL AG verhaftet

in Nord und Westungarn 12.10.2010 08:52
von jheubler • Magyar | 160 Beiträge

Es wird ausgesprochen interessant sein wieviel wirklich an die Oberfläche kommt.
Da lauert noch eine Menge "menschlicher Schlamm". Ich war dort schon öfter:

Die Weingärten von Somló sind dort und der große Markt von Devecser am Sonntag.

Die Gegend ist bei Gott nicht reich und ich frage mich, was man machen soll,
wenn das alles unter dem giftigen Schlamm versunken ist. Wie saniert man so eine
Schweinerei und wohin mit dem Dreck?

Ich hoffe nur, dass die Regierung nicht versucht das Verursacherprinzip vom ersten
Schritt an durchzuziehen. Die Menschen brauchen jetzt Hilfe und nicht nach jahre-
langen Rechtsstreitigkeiten. Will Orbán sich nicht lächerlich machen, so wird wohl
die Öfftenlichkeit in Vorleistung gehen müssen.

Eigenes Gemüse, Kartoffel und ein Schwein in der (sonst leeren) Garage sind in
Ungarn am Land ohnedies standard. Und jetzt alles verloren...


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#3

Abriss ganzer Straßen in Devecser und Kolontár

in Nord und Westungarn 19.10.2010 08:23
von Admi • Peter / Admi | 11.872 Beiträge

Nachricht vom 18. Oktober 2010 -Balaton Zeitung
Nach der Umweltkatastrophe in Ungarn müssen in der schwer von den roten Schlammmassen in Mitleidenschaft gezogenen Stadt ganze Straßen abgerissen werden. Voraussichtlich seien mehr als hundert Häuser betroffen, berichtet das ungarische Fernsehen. Für mindestens 220 Familien müsse die Wohnungsfrage geklärt werden. Inzwischen wurde bereits der Platz für ein neues Wohnviertel gefunden, die Abstimmungen mit den drei Eigentümern des Geländes laufen.

Im benachbarten Dorf Kolontár, das insgesamt in einer noch schlimmeren Situation ist, mussten bereits zahlreiche Häuser abgerissen werden, da sie im Falle einer neuen Schlammflut eine Gefahr bedeutet hätten. Hinzu kommen weitere Abrisse von Gebäuden, die durch die Katastrophe nicht mehr bewohnbar sind.


Bis später
Admi Peter
Uj.Magyar@online.ms


Das mit dem Alt werden ist kein Problem, man muss nur lange genug leben

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#4

Alles unter Kontrolle?

in Nord und Westungarn 01.11.2010 15:59
von Admi • Peter / Admi | 11.872 Beiträge

Einen Monat nach der Giftschlammkatastrophe in Ungarn sind noch fast alle Fragen offen

Mehr als dreihundert Menschen gedachten an Allerheiligen auf dem Friedhof den neun Toten der Giftschlammkatastrophe. Fast einen Monat nach "der größten Umweltkatastrophe in der Geschichte Ungarns", sind weder die Schuldigen bestraft, noch ist den Opfern adäquat geholfen. Von einer Aufarbeitung im Sinne längerfristiger Perspektiven ist erst recht nichts zu spüren, die offiziellen Stellen fallen in die alten Gewohnheiten des Herunterspielens und Verschweigens.

zum Beitrag
Ich weise darauf hin, daß von mir gefundene und verlinkte Texte generell nicht unbedingt meiner Meinung entsprechen


Bis später
Admi Peter
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#5

RE: Alles unter Kontrolle?

in Nord und Westungarn 02.11.2010 13:46
von Pusztaqueen • Magyar | 1.485 Beiträge

Heute in unserem Briefkasten.......

ein Schreiben mit Einzahlungsschein vom Staatschef höchstpersönlich
mit dem Aufruf zu spenden.....

Habt ihr den auch bekommen - landesweit????

Ich bin mal wieder hin- und hergerissen .
So gern ich den Menschen dort helfen würde, so quält mich
doch die Frage "kommt das Geld dort wirklich an?????"

Wie denkt ihr darüber???


Bis bald mal wieder
Pusztaqueen


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#6

RE: Alles unter Kontrolle?

in Nord und Westungarn 02.11.2010 15:21
von Jule und Janos • Magyar | 1.198 Beiträge

Hallo Queen - ja, wir haben den auch erhalten - schon letzte Woche und ich hatte den gleichen Gedanken!!!

Bisher hab ich noch niemand kennen gelernt, der persönlich jemand aus der Gegend dort kennt, denn dann würde ich dort direkt mal hinfahren und was hinbringen, aber über den Staat??? Nein - danke!

Es grüßen

Jule und Janos


Älter werden ist nichts für Feiglinge!

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#7

RE: Alles unter Kontrolle?

in Nord und Westungarn 02.11.2010 18:27
von Martina und Uwe • Resident/in | 56 Beiträge

Hallo Freunde wir haben uns diesbezüglich auch gedanken gemacht wie wir helfen können.Aus erfahrungen von 2002 in sachsen und den anderen ständigen Überschwemungen auch in unserer Region haben wir bei unserem letzten besuch anfang Oktober das gesamte Auto voll mit Kleidung für alle Jahrgänge mit nach Ungarn gebracht und sie dann bei Karitas abgegeben die Hatten zum spenden aufgerufen.Wir sind strickt gegen Geld spenden, gibst du einen Euro kommen nur 20 cent bei den Bedürftigen an.Es ist traurig aber war.
MfG Martina und Uwe

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#8

RE: Alles unter Kontrolle?

in Nord und Westungarn 03.11.2010 13:52
von Pusztaqueen • Magyar | 1.485 Beiträge

Danke für eure Bestätigungen!

ich habe das bisher auch immer so gehalten - wo immer es geht, mit Sachspenden geholfen.

Per Zufall habe ich gestern auch noch mitbekommen, dass es im Dorf eine Sammlung gibt. Eine Dorfbewohnerin
hat wohl Verwandtschaft, die in einem der zerstörten Häuser wohnte.
Kleidung, Decken und Lebensmittel - das kommt bestimmt bei den Hilfsbedürftigen an


Bis bald mal wieder
Pusztaqueen


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#9

Polizei verbietet Demonstration in Devecser

in Nord und Westungarn 17.11.2010 15:39
von Admi • Peter / Admi | 11.872 Beiträge

“Sollen sie doch schießen...”

Anwohner der von der Giftschlammkatastrophe am 4. Oktober verwüsteten Gemeinde Devecser in Ungarn haben für diesen Freitag eine Protestkundgebung angekündigt, um ihrem Ärger über die Art und Weise der Schadensregulierung seitens der ungarischen Regierung Luft zu machen. Die Polizei von Veszprém verbot die Kundgebung mit einer eigenartigen Begründung.

Géza Csenki, Sprecher der Bürgerinitiative, fordert im Namen vieler Bürger "die Zusicherung, dass die durch die Giftschlammflut entstandenen Schäden vollständig ersetzt werden." Er sagt, "die Bürger sind unzufrieden, sie haben das Gefühl, dass sich niemand um ihre Probleme kümmert." Bis zu 1000 Einwohner des Ortes hatte er für Freitag erwartet, sie wollten symbolisch eine die Fahrspur der Landstraße nach Budapest blockieren.

Wie gehts weiter? Devecser am 5. Oktober 2010

Die Protestierer verlangen neben Klarheit über die materielle Zukunft, außerdem eine "gründliche und vollständige Information" über die Sicherheitslage. Die Einwohner beklagen sich, dass sie keine brauchbaren und verlässlichen Informationen über die Risiken der Gifte in der Gegend bekommen. Während die Offizielle Seite nichts Konkretes sagt, behautptet die Verursacherfirma alles sei reparabael und vorübergehend. Umweltorganisationen warnen indes vor dem Verbleib von Giftstoffen im Boden und der Entstehung von giftigem Feinstaub in der Atemluft. Niemand wisse, woran er sich nun zu halten habe.

Während die örtliche Polizei in Ajka eine Genehmigung der Kundgebung ausstellte, verweigerte die Polizei in Veszprém, der Komitatshauptsadt, die Genehmigung zunächst und nannte die "gefährliche Situation" in der Gegend als Begründung. Man verwies auf den Katastrophenstatus der Region. Heute wurde die Kundgebung offiziell untersagt. Die Organisatoren kündigten den Gerichtsweg an, da sie die Begründung des Verbotes für abwegig halten.

Und sie wollen trotzdem demonstrieren. Géza Csenki ist entsprechend aufgebracht: “Wenn sie uns daran hindern wollen zu protestieren, werden wir zivilen Ungehorsam leisten.” Und weiter: “Sie haben unser Leben ruiniert, jetzt wollen sie uns auch noch unsere Rechte wegnehmen. Sollen sie doch auf uns schießen!”, fügte er gegenüber der “Unabhängigen Nachrichtenagentur” hinzu.

Die Regierung hat indes Nachfragen nach dem Verbleib von Hilfsgeldern in den Medien als “bösartige Medienkampagne” bezeichnet.


Bis später
Admi Peter
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#10

Rotschlamm-Katastrophe: Regierung zahlt für Schäden

in Nord und Westungarn 21.11.2010 10:17
von Admi • Peter / Admi | 11.872 Beiträge

Nachricht vom 19. November 2010 - Balaton Zeitung.
Ungarns Regierung will für die Verluste der Bevölkerung durch die Umweltkatastrophe bei Ajka (Komitat Veszprém) aufkommen. So könne bis zum Juli kommenden Jahres in die vom ätzenden Rotschlamm schwer betroffenen Orte Kolontár, Devecser und Somlóvásárhely das Leben wieder in seine normalen Bahnen zurückkehren, sagte Innenminister Sándor Pintér am Freitag (19.11.) auf einer Pressekonferenz. Zuvor hatte es Abstimmungen mit den Bürgermeistern der betroffenen Kommunen gegeben.

Nach neuesten Erhebungen sei durch den Rotschlamm, der nach einem Dammbruch aus seinem Rückhaltebecken der Ungarischen Aluminium AG auslief und die Region überschwemmte, ein Schaden in Höhe von 55 Milliarden Forint (rund 200 Millionen Euro) entstanden. Bislang habe die Regierung 4,87 Milliarden Forint für die Beseitigung der Gefahrenlage gezahlt.


Bis später
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#11

Aufgebrachte Bürger von Devecser wieder ruhig

in Nord und Westungarn 23.11.2010 15:55
von Admi • Peter / Admi | 11.872 Beiträge

Die Protestbewegung von Bürgern in Devecser, einer der Ortschaften, die durch die Giftschlammkatastrophe in Ungarn Anfang Oktober verwüstet wurden, ist auffallend schnell und gründlich befriedet worden. Nach einer Ansage von Innenminister Sándor Pintér, wonach bis spätestens Ende Juli 2011 alle den Bürgern entstandenen Schäden durch die Regierung ersetzt werden, machte der Organisator des Bürgerprotestes, Géza Csenki, eine 180-Grad-Kehrtwende und sprach davon, dass "Demonstrationen nun vollständig gegenstandslos" geworden sind. Kurz zuvor wollte er noch eine Straßenblokade organisieren und, weil diese von der Polizei verboten wurde, notfalls auf sich schießen lassen.

Auch die gesundheitlichen Bedenken konnte der Innenminister offenbar ausräumen, in dem er einen dauerhaften Ärztestützpunkt im Ort ankündigte, an den sich die Bürger wenden könnten, "wenn sie sich nicht wohl fühlen." Zuvor forderten die Bürger noch klare Messergebnisse und unabhängige Informationen über längerfristige Gesundheitsrisiken durch Feinstaub und Bodengifte. Auch die Ankündigung von Premier Orbán, im Dezember nochmal persönlich vor Ort nach dem Rechten zu sehen, stimmte den gerade noch so kämpferisch klingenden Csenki milde.

Pintér bezifferte den Gesamtschaden der Giftschlammkatastrophe nun auf 55 Mrd. Forint, ca. 200 Mio EUR, knapp 10% davon sind bisher für Soforthilfen, Entschädigungen und Schadensbeseitigungen verausgabt worden. Weitere Hilfen flossen durch Geld- und Sachspenden. Ob und wie sich die Regierung das Geld von der für schuldig befundenen Verursacherfirma zurückholen wird und kann, ist noch unklar. Offiziell wird ein Schadensersatzverfahren angestrengt, die Firma wurde unter Staatsaufsicht gestellt, bisher hat aber noch kein Gericht ein entsprechendes Urteil gefällt.


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#12

Rotschlamm-Katastrophe: Greenpeace gibt Entwarnung

in Nord und Westungarn 29.11.2010 07:55
von Admi • Peter / Admi | 11.872 Beiträge

Nachricht vom 29. November 2010 Balaton Zeitung

Kurz nach der Umweltkatastrophe in Ungarn, bei der sich rund eine Million ätzender roter Schlamm aus der Tonerdeproduktion bei Ajka (Komitat Veszprém) in die Umwelt ergoss hatte Greenpeace die Öffentlichkeit wegen stark erhöhter Schadstoffwerte in Boden und Trinkwasser alarmiert. Nach neuesten Messungen gab die Umweltorganisation Entwarnung, geht aus einem Bericht der Online-Ausgabe der Zeitung ”Népszabadság“ am Sonntag (28.11.)hervor. Die gesundheitlichen Gefahren hätten sich im Vergleich zu den ersten Wochen minimiert, meint Greenpeace.

Die Organisation veröffentlichte 20 Messergebnisse aus dem Raum den besonders schwer betroffenen Orten Devecser und Kolontár, darunter auch von Feinstaubmustern, die innerhalb einer Woche gesammelt worden waren. Zugleich wurde darauf verwiesen, dass Arsen künftig ein ernst zu nehmendes Problem sein könnte.Das Trinkwasser aus den Leitungen sei jedoch eindeutig einwandfrei und ohne Arsen.


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#13

Giftschlamm in Ungarn zur Hälfte entfernt - Greenpeace findet neues Leck

in Nord und Westungarn 12.02.2011 09:39
von Admi • Peter / Admi | 11.872 Beiträge

Die Hälfte des im Oktober von rotem Giftschlamm überfluteten Gebiet in Westungarn sei inzwischen von der Kontaminierung befreit, teilte die Katastrophenmanagementbehörde am Montag der Agentur MTI mit. Am 4. Oktober hatte hochgradig alkalischer Schlamm aus dem gebrochenen Reservoir eines Aluminiumwerks Wohngebiete in der Stadt Devecser und zwei nahe gelegenen Dörfern sowie 10 Quadratkilometer anbaufähigen Landes zwischen den Siedlungen überflutet. Dabei waren zehn Menschen ums Leben gekommen und über 300 Häuser zerstört worden.

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man muss nur lange genug leben und der Tod macht mir auch
keine Angst, hauptsache ich bin nicht betroffen

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#14

Sechs Monate nach der Giftschlammkatastrophe

in Nord und Westungarn 09.04.2011 18:01
von Admi • Peter / Admi | 11.872 Beiträge

Die Leere von Kolontár

Sechs Monate nach der Giftschlammkatastrophe
Vor einem halben Jahr brach über die Region von Kolontár und Devecser die verheerende Giftschlammflut herein, die zehn Menschen das Leben kostete, etliche verletzte, Häuser, Boden und Landschaft versehrte, die Natur vernichtete. Grund war der schlampige Umgang des Aluwerkes MAL mit seinen hochalkalischen Rotschlammabfällen. So unlöslich wie die Giftstoffe im Boden, so ungelöst sind 6 Monate später noch viele Fragen, der Staat zog gänzlich falsche Schlüsse aus dem Desaster.

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#15

Ungarn: Ein Jahr nach der Giftschlammkatastrophe von Kolontar

in Nord und Westungarn 15.10.2011 17:22
von Admi • Peter / Admi | 11.872 Beiträge

Ungarn: Ein Jahr nach der Giftschlammkatastrophe von Kolontar
Information
Vor einem Jahr verwüstete eine Giftschlammlawine die westungarischen Orte Kolontar und Devecser. Ein Jahr später sind die Orte neu entstanden. Aber der Wiederaufbau hat auch Zwietracht unter den Bewohnern gesät, die juristische Aufarbeitung stockt und politische Querelen belasten das Klima inzwischen fast mehr als die Reste des getrockneten Schlamms.

Verfügbarkeitsdatum in Dokument nicht angegeben!
Quelle: SWR


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Leben heißt, das absurde zuzulassen

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#16

1 1/2 Jahre nach der Giftschlammkatastrophe in Ungarn

in Nord und Westungarn 15.11.2011 15:46
von Admi • Peter / Admi | 11.872 Beiträge

Blutschlamm

Den Opfern eine Stimme geben - ein Jahr Giftschlammkatastrophe in Ungarn
Fast ein Jahr hat der Journalist und Radiomacher Christian Lerch Opfer der Giftschlammkatastrophe in Kolontár und Devecser vom 4. Oktober begleitet. In dem bewegenden Feature "Blutschlamm. Die Flutkatastrophe im westungarischen Kolontar", eine Koproduktion von ORF und SWR, kommen sie zu Wort. Hier bekommen jene eine Stimme, die sonst nur als Zahlen vorkommen, als Opferstatistik des schmutzigen Spiels von wirtschaftlicher Skrupellosigkeit und politischen Machtkämpfen.
Mit Podcast und Sendemanuskript.

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zuletzt bearbeitet 21.01.2012 18:02 | nach oben springen

#17

RE: Den Opfern eine Stimme geben - ein Jahr Giftschlammkatastrophe in Ungarn

in Nord und Westungarn 15.11.2011 16:22
von Peti • ( Gast )
avatar

zum Beitrag- erscheint bei mir nichts
Gruss Peti

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#18

RE: Den Opfern eine Stimme geben - ein Jahr Giftschlammkatastrophe in Ungarn

in Nord und Westungarn 15.11.2011 20:53
von Admi • Peter / Admi | 11.872 Beiträge

jetzt geht´s


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#19

15 Anklagen wegen Giftschlammkatastrophe in Ungarn

in Nord und Westungarn 21.01.2012 18:01
von Csakgyoergy • Magyar | 1.305 Beiträge

Die ungarische Staatsanwaltschaft erhebt, fast eineinhalb Jahre nach der Giftschlammkatastrphe, Anklage wegen Fahrlässigkeit gegen die Verantwortlichen der MAL. Im Oktober 2010 hatte ein Dammbruch eines Rotschlammwerkes bei Kolontár eine Umweltkatastrophe ausgelöst und zehn Menschen das Leben gekostet und ein Gebiet, fünfma so große wie Berlin unbewohnbar gemacht. Nun wurden 15 mutmaßliche Verantwortliche angeklagt. Die Staatsanwaltschaft fordert in ihrer Anklageschrift die Verhängung von Freiheitsstrafen, u.a. wegen grob fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge, Umweltdelikten und anderen Periphertaten. Die Höchststrafe könnte bis zu zehn Jahren Haft bedeuten.
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#20

Parlamentsausschuss zur Schuldfrage der Giftschlammkatastrophe in Ungarn

in Nord und Westungarn 01.03.2012 10:29
von Csakgyoergy • Magyar | 1.305 Beiträge

Laut einem Bericht der parlamentarischen Untersuchungskommission zur Giftschlammkatastrophe vom Oktober 2010, sind die Besitzer der Aluminiumfabrik in der Nähe der westungarischen Stadt Kolontár hauptverantwortlich für das Desaster. Bei der Katastrophe war ein Damm des Rotschlammbeckens in der Umgebung von Kolontár in Westungarn gebrochen. Der giftige Schlamm verwüstete die Gegend, tötete zehn und verletzte mehr als 300 Menschen. Der Pester Lloyd berichtete ausführlich über das Desaster, hier die Chronologie.
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