Ich weise darauf hin, daß von mir gefundene und verlinkte Texte generell nicht unbedingt meiner Meinung entsprechen
Sondersteuer für Handelskonzerne in Ungarn?
Mit Spannung wird heute die Ankündigung eines zweiten Aktionsplanes zur wirtschaftlichen Gesundung Ungarns durch Premier Viktor Orbán erwartet. Im Juni hatte er einen 29-Punkte-Plan mit Sofortmaßnahmen verkündet, dessen Umsetzung immer noch anhält und der neben einer Stabilisierung der Haushaltslage durch Einsparungen und einen Bankensteuer, erste Anreize zum Wirtschaftswachstumg (Steuersenkungen für Mittelstand und Unternehmen) schaffen sollte.
Nach Angaben des Fernsehsenders TV2 wird im neuen Aktionsplan auch eine weitere Sondersteuer in ähnlichen Ausmaßen wie die Bankensteuer enthalten sein, die vor allem die großen Handelsketten treffen wird und mit 700 Mio EUR pro Jahr veranschlagt werden könnte. Auch ein Steueraufschlag für Telekomunternehmen und Energieversorger ist denkbar. Auf der Kostenseite dürften sich die Kommunalverwaltungen auf weitere Stellenstreichungen einstellen.
Eine Steuer gegen Handelsketten träfe jedoch nicht nur die großen ausländischen Häiser wie Tesco, Spar, Auchan, Metro, Lidl, Penny, Aldi oder Cora, sondern auch Unternehmen wie CBA und Coop, ungarische Unternehmen also, die rund die Hälfte des Handels kontrollieren. Mit der Steuer würden also auch ungarische Lieferanten, Teilhaber der Coop, getroffen. Sollte für einheimische Unternehmen Ausnahmen geschaffen werden, ist mit rechtlichem Einspruch aus Brüssel und Verfahren vor Gerichten zu rechnen.
Nachricht vom 13. Oktober 2010
http://www.balaton-zeitung.info Nach der Einführung der derzeit höchsten Banken-Steuer in Europa plant Ungarn schon die nächsten Schritte zur Auffüllung der Staatskasse. Als nächstes sollen im Rahmen eines zweiten „Aktionsplanes“ der Regierung weitere drei so genannte Krisensteuern eingeführt werden. Das kündigte Ministerpräsident Viktor Orbán am Mittwoch an.
Auf diese Weise will die Regierung 61 Milliarden Forint (rund 223 Millionen Euro) aus dem Telekommunikationssektor, 70 Milliarden Forint aus dem Energiesektor und 30 Milliarden Forint aus den Handelsketten ziehen, sagte der Regierungschef.
(Anm. d.Admi: Und wieder bluten die kleinen Leute)Man müsse mit der Politik der Verschuldung und der Einschränkungen brechen, argumentierte Orbán. Dabei müsse das geplante Defizit von 3,8 Prozent für dieses und von 3 Prozent für kommendes Jahr eingehalten werden. Zugleich gelte es, für das nächste Jahr ein 3-prozentiges Wachstum in Gang zu bringen.
Wichtigste Aufgabe des kommenden Jahres sei die Einführung eines neuen, verhältnismäßigen Familien-Steuersystems sowie der Beginn einer Wende bei der Beschäftigung und der Demographie.