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#1

Weihnachtsputz

in Budapest/Mittelland 05.11.2010 12:17
von Admi • Peter / Admi | 11.872 Beiträge

Obdachlose stören wieder einmal die vorweihnachtliche Stimmung in Budapest - Schon zehn Todesfälle im Herbst

Zwischen 100 und 120 Menschen schlafen derzeit regelmäßig in Metro- und Straßenunterführungen von Budapest, so zumindest die offizielle Zählung des Rathauses. Dieses für die Hauptstadt schändliche Bild, will der neue Oberbürgermeister István Tarlós schnellstens beseitigen, das unsichtbare Elend ignoriert er jedoch. Dabei schätzt man bis zu 6.000 Wohnungslose in und um Budapest.

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Ich weise darauf hin, daß von mir gefundene und verlinkte Texte generell nicht unbedingt meiner Meinung entsprechen


Bis später
Admi Peter
Uj.Magyar@online.ms


Das mit dem Alt werden ist kein Problem, man muss nur lange genug leben

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#2

Aus den Augen, aus dem Sinn

in Budapest/Mittelland 16.12.2010 17:10
von Admi • Peter / Admi | 11.872 Beiträge

(c) Pester Lloyd / 50 - 2010 BUDAPEST
Die Fußgängerunterführungen von Budapest wurden "gereinigt"

Die "Beseitigung" der ungebetenen Nächtigungsgäste in Budapester Fußgängerunterführungen durch die Behörden ist weitgehend abgeschlossen. Am Dienstag verkündete der neue Oberbürgermeister István Tarlós seine "Integrationsmaßnahmen" für "die, die aus dem sozialen Netz gefallen sind." Er sagte, dass man bei allem Mitgefühl für das Schicksal dieser Leute, auch die Interessen der 1,8 Millionen Budapester beachten müsse, auch wenn das "früher hier nicht so Mode war".

Insgesamt seien 116 Personen, die regelmäßig in Unterführungen geschlafen haben, registriert und angesprochen worden. 30 von ihnen lehnten jede Unterstützung ab und "verließen die Unterführung mit unbekanntem Ziel", 51 konnte man in Obdachloseneinrichtungen unterbringen, für weitere 26 sucht man noch eine Unternkunft, weitere neun haben sich bisher nur bei einem Hilfsdienst beraten lassen. Für das Projekt hat die Stadt 80 Millionen Forint (ca. 290.000 EUR) bereitgestellt. Um einen "Neubezug" der Fußgängerpassagen zu verhindern, wurden sowohl im Westbahnhof als auch am Südbahnhof "Toleranz-Zentren" eingerichtet, meist ehemalige Warteareale, die von Obdachlosen genutzt werden können. Sicherheitsdienste patroullieren nun vermehrt an den ehemaligen Schlafplätzen.

Die Aktion des Bürgermeisters, die er bereits vor seiner Wahl im Oktober ankündigte, stößt auf heftige Kritik von Sozialverbänden und den Betroffenen. Sie halten die Maßnahmen angesichts geschätzter 3.000 Obdachloser in Budapest für eine rein kosmetische PR-Aktion. Anstatt seiner Klientel ein "schöneres Stadtbild" zu verschaffen, solle Tarlós lieber die Hilfsorganisationen, die mit der Materie vertraut sind, mit den nötigen Mitteln ausstatten. Die Gelder wurden - trotz größeren Zulaufs während der Krise - von den Vorgängern immer weiter zusammengestrichen, eine maßgebliche Erhöhung ist auch jetzt nicht in Sicht.

So unschön der Anblick verwahrloster Menschen auch sein mag, indem man die Obdachlosen aus den Fußgängerunterführungen entfernt, entfernt man auch das Schicksal Hunderter aus dem Sinn der Bürger. Etliche Obdachlose schlafen, für die Öffentlichkeit kaum wahrnehmbar, in Baurunien, auf Bahnanlagen und in verfallenen Fabriken, ja sogar in an die Stadt angrenzenden Waldgebieten, integrative Wohnprojekte, die neben der Grundversorgung auch Gemeinsinn und Verantwortung fördern und belohnen, gibt es viel zu wenig. Einige Obdachlose protestierten am Mittwochabend gegen am Blaha Lujza, nicht gegen die Maßnahmen an sich, sondern gegen Äußerungen von Stadtoberen, dass es sich bei ihen um "Gesetzlose" handele.


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Admi Peter
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#3

Die Hare Krishna-Gemeinde in Ungarn tut mehr für Bedürftige als der Staat

in Budapest/Mittelland 16.12.2010 17:11
von Admi • Peter / Admi | 11.872 Beiträge

Vegetarische Suppenküche


Wenn die kahlköpfigen Männer und die in wallenden, bunten Tüchern gekleideten Frauen der Glaubensgemeinschaft Hare Krishna durch die Fußgängerzone tanzen, unter ständiger Wiederholung der monotonen Mantra-Gesänge, ernten sie meistens neugierige Blicke, werden dabei oft belächelt, nur die Wenigsten wissen um die Hintergründe ihres als skurril wahrgenommenen Auftretens. In Ungarn leisten sie mit ihrer internationalen, vegetarischen Non-Profit-Lebensmittel Hilfsorganisation Food for Life einen wichtigen Beitrag zur Versorgung hilfsbedürftiger Menschen auf der Straße.

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