2. Tag = traumhafte Landschaft Montenegro's
Nachdem wir am Abend wie die Kaputtniks ohne Essen ins Bett gefallen sind, haben wir uns dann morgens aufs Frühstück gefreut. 
Der Frühstücksraum sah recht familiär aus...........3 große Tische mit Stühlen drum rum, ein Tisch als Buffett, eine große Glasvitrine mit Nippes, viel Deko.......
Nachdem wir auf dem Buffett nur einen halbvollen Teller mit Wurst und Käse, jede Menge Joghurt, Marmelade und Honig, aber kein Brot, keine Butter und auch keinen Kaffe fanden, setzten wir uns erst mal hin.............und warteten. Am anderen Tisch saßen 2 Engländerinnen, die fast fertig waren - vor ihnen stand ein Brotkorb und ein Teller mit rohem Schinken, den wir neidvoll beliebäugelten.
Nach einigen Minuten tauchte dann tatsächlich eine junge Frau auf, die uns dann auch jeweils eine Tasse Kaffee brachte und wieder verschwand..........
Als sie wieder auftauchte, hatte sie ein paar kleine (halbe) Toastscheiben mit Schinken und Käse (Croq Monsieur) dabei, die sie in den leeren Brotbehälter legte..........Nun gut, wir hatten Hunger, als erst mal 2 davon gegessen ...........und gewartet.......
Nachdem sie nicht mehr kam, gingen wir sie suchen........und erklärten ihr dann, wir hätten gerne Brot und Butter........sie verschwand wieder...........und plötzlich kam eine Dame von der Rezeption, die auch englisch sprach und fragte ziemlich unwirsch "whats the problem"
Inzwischen waren noch 3 Italiener gekommen, die sich zu uns an den Tisch gesetzt hatten......und genauso geduldig warteten........
. Wir haben also gemeinsam unseren Wunsch nach Brot kundgetan...........und bekamen dann, für 5 Personen (!) einen Korb mit 4 kleinen Scheiben Weissbrot - das war offensichltich der Rest, der noch da war! Butter gäbe es leider keine mehr..........und der Schinken wurde auch nicht aufgefüllt (die Engländerinnen hatten ihren inzwischen aufgegessen
)
Na gut, normalerweise frühstücken wir sowieso nicht...........
...........aber das in einem 5* Hotel mit einem 7* Preis......
Um 8 Uhr machten wir uns dann auf den Weg ..........wir wollten über die alte Königshauptstadt Cetinje und den Lovcen Nationalpark an die Küste fahren. Aber erst mal aus Podgorica rausfinden...........
..........das könnt ihr euch nicht vorstellen, das ist wahrscheinlich die einzige Landeshauptstadt OHNE Hinweisschilder!!! Wir sind sage und schreibe 40 Minuten herumgeirrt, jede größere Straße entlang gefahren, von der wir dachten, dass sie uns rausführt.........
, sind immer wieder in Randgebieten gelandet und haben dann endlich die Landstrasse nach Cetinje gefunden.

Die wunderschöne Landschaft hat uns dann wieder für den schlechten Tagesbeginn entschädigt! Wirklich traumhaft, wildromantische Bergkulisse..........die fuhren wir rauf (durchs Weingebiet) und weiter rauf und noch weiter rauf.......




auf 1.749m Höhe .....und dann gings wieder abwärts.........

Plötzlich war auf einer Ebene eine Ferienanlage mit vielen kleinen Hütten, größeren Hauptgebäuden, Ställen und verschiedensten Tieren zu sehen, grüne Wiesen, rundherum Berge .........da könnte man bestimmt einen erholsamen Urlaub machen! 


Was ich nicht erwähnt habe, aber eigentlich bei diesen Höhenunterschieden normal ist, dass es sowohl bergauf, als auch bergab immer in Serpentinen ging...........man sollte also besser einen guten Magen haben (oder einen leeren
).
..........und dann, nach der x-ten Kurve.....plötzlich der Blick auf die Küste von Kotor und Tivat!!!
Leider ist das auf den Fotos nicht ganz so gut rausgekommen, weil es etwas dunstig war (oben 17°C, unten 28°C).


Kotor ist eine Halbinsel, Weltkulturerbe-Stadt, mit einer alten Burg, Befestigungsmauern, vielen alten Steinhäusern, einem Hafen, in dem die "Bötchen" der Reichen und Schönen liegen..........




Auf der anderen Seite des (Zu-)Flusses geht eine kleine Straße am Meer entlang ..........die Häuser stehen direkt an der Straße und die Bewohner haben kleine Anlagestege für ihre Boote, parken dort aber auch ihre Autos oder sitzen da um zu angeln.........



Wir sind die Küstenstrasse entlang gefahren, Richtung Tivat (Flughafen) und Budva und dann über Bar und Ulcinj wieder landeinwärts nach Verdimir und Sukubin bis zur Albanischen Grenze. Ab Budva ist die Küste eine einzige Baustelle - überall prangen Schilder von großen Baufirmen, die "Montenegro Investments" anbieten.........
Kurz vor der Grenze haben wir nochmals getankt und Kaffee getrunken (Benzin 1,34 Euro, Kaffee 50 Cent) und die (saubersten!!) Toiletten aufgesucht. Nach dem Motto..........man weiss ja nie was am Grenzübergang passiert, bzw. wie lange es dauert.........
........aber davon beim nächsten Mal 