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#1

ÖAMTC: Die Raubritter sind zurück: Ungarns Zöllner zocken wieder Ausländer ab

in Ungarn Reisen, Land & Leute 12.05.2009 16:46
von Admi • Peter / Admi | 11.876 Beiträge

Die jüngsten Vorfälle klingen vertraut, wie Berichte aus der Nachwendefrühzeit. Der ÖAMTC, Österreichs Autofahrerverein, warnt davor, dass ungarische Zöllner auf der Autobahn Wien-Budapest, aber auch an vielen anderen Straßen, nicht nur im Grenzgebiet, "spontane" Kontrollen bei Ausländern vornehmen und heftig abkassieren.

Ungarn ist zwar seit fünf Jahren in der EU, die Zöllner leben aber offenbar noch im Mittelalter und betätigen sich wieder vermehrt als Wegelagerer. Das alte Lied wird gespielt: Zollbeamte ddurchwühlen die Autos von Ausländern und kassieren dreist "Zölle" und Strafmandate ab, die oft unberechtigt sind. Dabei wird die Unwissenheit vieler Reisender über die Bestimmungen und die Angst vor den fremden Behörden schamlos ausgenutzt. "Waren für den persönlichen Gebrauch, die in einem EU-Land mit allen Abgaben gekauft worden sind, können ohne Beschränkungen mitgenommen werden.", belehrt der ÖAMTC seine oft etwas ahnungslosen Mitglieder.

Die ÖAMTC-Juristen haben mittlerweile Kontakt mit dem ungarischen Tourismusamt sowie der ungarischen Botschaft in Wien aufgenommen, um dieses "EU-rechtswidrige Verhalten" abzustellen. Telefonische Nothilfe der Clubjuristen steht rund um die Uhr unter der Nummer +43 (0)1 25 120 00 zur Verfügung! Wir hoffen im Notfall nicht nur den Mitgliedern.

Schnaps ist Dienst und Dienst ist Schnaps
Zwei skandalöse Beispiele "von vielen", wie der Verband schreibt, werden genauer erzählt. "Exemplarisch sei etwa jener Fall einer steirischen Familie genannt, die bei der Einreise nach Ungarn 2,5 Liter Schnaps mit sich führte. Ihr wurde seitens des ungarischen Zöllners eine Strafe von 20.000 Forint, umgerechnet immerhin fast 70 Euro, auferlegt. Für die steirische ÖAMTC-Juristin Gabriele Zöscher ist dieses Vorgehen in zweierlei Hinsicht skandalös. Einerseits dürfen, entgegen den Behauptungen des Zöllners, zehn Liter Spirituosen mitgeführt werden. Andererseits sind ungarische Behördenvertreter gar nicht befugt, Strafen in bar einzuheben. Besteht ein Urlauber darauf, seine Strafe bar zu bezahlen, kommt das sogar einem Bestechungsversuch gleich. Um Unannehmlichkeiten zu vermeiden, entschied sich die Familie, die Strafe zu bezahlen, um die Fahrt fortsetzen zu können.

800, nicht nur 40 Glimmstengel sind erlaubt
Von einem ähnlich gelagerten Fall berichtet ÖAMTC-Juristin Laura D´Errico aus Tirol. Einem Tiroler, der mit einer Stange Zigaretten im Gepäck nach Ungarn einreisen wollte, erklärte der Zöllner, dass nur 40 Zigaretten nach Ungarn eingeführt werden dürfen. Alle anderen Zigaretten ließ er das Clubmitglied vernichten und drohte ihm mit einer Strafe. Nach Ungarn dürfen jedoch gemäß den EU-Richtmengen für den Eigenbedarf 800 Stück - also vier Stangen - Zigaretten eingeführt werden, wie auch in alle anderen Länder der EU. Einzig bei der Einfuhr von Zigaretten aus Rumänien oder Bulgarien nach Ungarn gilt eine Obergrenze von 200 Stück.

Aber auch die österreichischen Behörden habe eine niedliche kleine Falle errichtet: sollten auf den Zigarettenpackungen keine Warnhinweise in Deutsch aufgedruckt sein, dürfen davon nur 200 Stück - also 1 Stange - Zigaretten nach Österreich eingeführt werden und nicht die sonst erlaubten 800. Eine Bestimmung, die so komisch wie blöd klingt, dass sie eine eigene Geschichte wert sein könnte.

öamtc / ms


Bis später
Peter



Ein Schmeichler ist ein Freund, der dir unterlegen ist oder vorgibt, es zu sein. Aristoteles


Danke an Willy für die vielen Komplimente wegen des Bildes ich hab noch andere
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#2

RE: Zulassung eines KFZ in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 18.03.2011 14:09
von Admi • Peter / Admi | 11.876 Beiträge

Wenn du das Auto bei einem Händler kaufst, kannst du den beauftragen das Fahrzeug zuzulassen.
Die Zulassung must du, wenn du das selbst erledigen willst,in der okmany iroda einer Stadt beantragen. Hier in Zebecke ist das Lenti, genau so gut geht Zalaegerszeg. Die Kennzeichen sind in Ungarn nicht nach Zulassungsstelle organisiert.
Mein PKW z.B. wurde vom zalaegerszeger Händler in Györ zugelassen. Bei dir Karl wird die nächste okma iroda in der Stadtverwaltung Nagykanisza sein.
Du musst dich lediglich erkundigen, wann die die Bürozeiten (das Bürgermeisteramt Varvölgy müsste das wissen) haben und das Geld für die Gebühren dabei haben. Es gibt in jeder Stdtverwaltung jemanden der deutsch spricht. Die Kennzeichen bekommst du gleich mit.


Bis später
Admi Peter
Uj.Magyar@online.ms


Das mit dem Alt werden ist kein Problem,
man muss nur lange genug leben und der Tod macht mir auch
keine Angst, hauptsache ich bin nicht betroffen

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#3

Geldstrafen für nicht registrierte und angemeldete PKW's in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 08.12.2011 22:50
von Lucy • Magyar | 325 Beiträge

Ich habe gehört, daß Ausländer die in Ungarn gemeldet sind und hier länger als 3 Monate im Jahr leben, ihr Auto registrieren und anmelden müssen.
Ab Januar 2012 gibt es verschärfte Kontrollen. Wenn jemand erwischt wird, der sein Auto nicht in Ungarn an-umgemeldet hat, bezahlt bis 800000 Forint Strafe plus Registrationsteuer.

Weiß jemand näheres darüber ? Wie ist das, wenn man ein Auto hier in Ungarn fährt, daß auf Jemand in Deutschland lebenden z. B. den Bruder, zugelassen ist ?

zuletzt bearbeitet 08.12.2011 22:51 | nach oben springen

#4

RE: Geldstrafen für nicht registrierte und angemeldete PKW's in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 08.12.2011 23:33
von sternebueb • Resident/in | 55 Beiträge

Auf wen der PKW zugelassen ist, ist nicht entscheident. Der PKW muss das Land innert einer gewissen Zeit wieder verlassen haben. Ob dies nun 3 oder 6 Monate sind weis ich nicht. Der Fahrer des Wagens ist aber Beweispflichtig.
Aber was bedeutet euch eigentlich die CH oder D Nummer, ist dies so wichtig, dass man nicht auf die H Nummer wechseln kann. Gebt doch diesem Land, wenn ihr schon Ansässig sein wollt, was ihm gebührt. Strassensteuer und Versicherungsabgaben. Oder benutzt ihr hier keine Strassen?

Zum Nachdenken
sternebueb , stolzer Besitzer einer H Nummer!

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#5

RE: Geldstrafen für nicht registrierte und angemeldete PKW's in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 09.12.2011 00:43
von Lucy • Magyar | 325 Beiträge

Also ich hab das jetzt ausgerechnet. Ich müßte für dieses Auto Registrationssteuer 1500 Euro bezahlen. Dieses Auto gehört aber nicht mir und ich habe auch kein Geld mir ein Auto zu kaufen und dann noch zusätzlich diese Steuer hier zu zahlen. Warum sollte mein Verwandter mir ein Auto schenken, daß noch nicht so alt ist. Er überlässt es mir, weil ich hier in Ungarn ein Auto brauche. In Deutschland ein Auto anzumelden ist im Gegensatz zu Ungarn spottbillig. Dies gilt auch für ungarische Bürger die in Deutschland wohnen und ihr Auto in Deutschland anmelden.

Ich persönlich finde so eine hohe Steuer für eine Anmeldung eines Autos aus D oder CH schon sehr unverschämt. Das ist reine Abzocke und sonst gar nicht. Ich glaube schon, daß viele hier das D oder CH Auto in Ungarn anmelden würden, aber bei einer Registrationsteuer die für diese Autos, ob alt oder neu so hoch ausfällt, sagt sich jeder, daß sich das nicht rechnet.

Ich zahle hier meine Müllabfuhr, Strom, Gas monatlich, meine Hausversicherung und meine Haus und Grundsteuer jedes Jahr. Auch das ich hier gebaut habe mit allen Kosten, was die Behörden dafür verlangt haben, habe ich diesen Staat nicht gerade wenig Geld zugefügt.

zuletzt bearbeitet 09.12.2011 00:49 | nach oben springen

#6

RE: Geldstrafen für nicht registrierte und angemeldete PKW's in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 09.12.2011 07:32
von sternebueb • Resident/in | 55 Beiträge

Hallo Lucy
auch ich habe mich mitg dem Gedanken an diese Registrationsgebühr sehr schwer getan. Aber man rechne. Bei meinem 3 Liter Diesel bezahlt sich die Registrationssteuer innerhalb knapp 2 Jahren selbst durch Einsparungen bei der Strassenverkehrsabgabe und den Versicherungsprämien.
Sehr schade finde ich, dass deine gute und fundierte Frage nachträglich hinter einen reisserische, wenig aussagekräftige Artikel versteckt wurde. Deinet willen sollte diese Frage wieder einen eigenen Thementitel erhalten.
Ich hoffe das du noch viele gute Ratschläge erhälst.
Gruss Sternebueb

zuletzt bearbeitet 09.12.2011 07:34 | nach oben springen

#7

RE: Geldstrafen für nicht registrierte und angemeldete PKW's in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 09.12.2011 14:06
von Admi • Peter / Admi | 11.876 Beiträge

Die Grundsätzliche Frage war ja auch nicht die Registrationsgebühr, die wird in diesem Beitrag ausgiebig behandelt.
Die Frage beschäftigt sich mit dem KFZ das im Ausland angemeldet ist, aber in Ungarn fährt.
Hier ist natürlich die Frage ob man dem ungarischen Staat und Wirtschaft nicht Steuern und Umsätze entzieht
Ein D Kennzeichen zahlt die Steuern in D verlangt aber in Ungarn gute Strassen...........
Ein D Kennzeichen zahlt seine Versicherungsprämien in D, verlangt aber eine gute wirtschaftliche Infrastruktur.....
Es ist mir schon klar, dass viele von uns Migranten in Ungarn nicht allzu viel Geld zur Verfügung haben, aber wo man die Rechte bei anderen einfordert, da sollte man, auch ohne Zwang durch die Behörden, seinen Pflichten nachkommen

Eine andere Frage ist die Reg.Gebühr, die ja faktisch eine Steuer ist und in Ungarn (wie auch in Österreich z.B.als Nova erhoben wird) Steuern sind gem. EU-Recht nicht erlaubt, also nennt man das Gebühr.


Bis später
Admi
Uj.Magyar@online.ms



Leben heißt, das absurde zuzulassen

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#8

RE: Geldstrafen für nicht registrierte und angemeldete PKW's in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 09.12.2011 14:09
von Admi • Peter / Admi | 11.876 Beiträge

Zitat von sternebueb
.....
Sehr schade finde ich, dass deine gute und fundierte Frage nachträglich hinter einen reisserische, wenig aussagekräftige Artikel versteckt wurde. Deinet willen sollte diese Frage wieder einen eigenen Thementitel erhalten.
Ich hoffe das du noch viele gute Ratschläge erhälst.
Gruss Sternebueb



Die Frage versteckt sich nicht sondern die Antwort gehört in ein anderes Thema und wenn sie in diesem Thema gestellt wird, so muss man halt auch damit rechnen unliebsame Antworten zu erhalten


Bis später
Admi
Uj.Magyar@online.ms



Leben heißt, das absurde zuzulassen

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#9

RE: Geldstrafen für nicht registrierte und angemeldete PKW's in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 14.12.2011 17:26
von Jule und Janos • Magyar | 1.202 Beiträge

Hallo, liebe Forumsfreunde!

Mit Interesse haben wir die Berichte betreffend der Registration eines PKWś in Ungarn gelesen.

Von diesen Erfahrungen her müsste eigentlich der Registration, insbesondere mit der bis Ende 2011 gewährten Kostenreduktion von 50%, nichts mehr im Wege stehen.

Nach unserer Info allerdings ist die Deckung nicht vergleichbar mit der in Deutschland!!! Sie ist den ungarischen Verhältnissen angepasst und für Ungarn deshalb sicher richtig. In unserem Fall würden wir ordentliche Verluste einfahren, wenn es zum Schaden kommen sollte. Außerdem hören wir immer wieder von nicht versicherten Ungarn - wer soll dann im Falle eines Unfalles die Kosten tragen? Hier gibt es für ein gutes neuwertiges Auto nur eines: Vollkasko in Deutschland für Leute, die noch in Deutschland gemeldet sind! Dies wurde uns sogar von hiesigen Versicherungsvertretern empfohlen!

Gerade bei Personenschäden kann auch dies von großer Wichtigkeit werden! Denn auch da sind die Summen, die die ungarischen Versicherungen bezahlen, lachhaft!

Wir haben uns ausführlich informiert bei verschiedenen Anbietern und stellen immer wieder fest, wenn wir jemand im Privatbereich fragen, was sie eigentlich im Schadensfall erhalten, hat keiner wirklich konkrete Angaben zu den Leistungen der Versicherungen - Hauptsache versichert mit blindem Vertrauen! Es wird brav gezahlt ohne zu wissen für was!

Unter dem Aspekt der niedrigeren Kosten ist es sicher in Ungarn günstiger, aber im Personenschadensfall nicht wirklich hilfreich. Spart man hier nicht am falschen Ort? Es ist einleuchtend, daß die Kosten der Versicherung in Ungarn günstiger sind, da niemals so hohe Summen wie in Deutschland erstattet werden.

Frage bleibt aber dann ob mit einer separaten Versicherung (Zusatz- oder Komplettversicherung) die Deckungsgüte verbessert, bzw. auf das deutsche Niveau gebracht werden könnte. Soweit wir uns informiert haben - leider nein!

Über entsprechende Infos hierzu freuen wir uns.

Es grüßen

Jule und Janos



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zuletzt bearbeitet 14.12.2011 17:28 | nach oben springen

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