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IWF und EU ziehen sich zurück
IWF- Delegation reist vorzeig ab.
in Börse und Kapital 16.12.2011 12:32von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge
War wohl auch nichts Anderes zu erwarten. Ungarn ist auch nicht Griechenland. Es passt vielleicht auch ganz gut uns Konzept, dass die Regierung sich nicht gerade wunschgemäß verhält.
LG Peti
RE: IWF- Delegation reist vorzeig ab.
in Börse und Kapital 19.12.2011 18:37von Admi • Peter / Admi | 11.876 Beiträge
IWF und EU ziehen sich zurück 19. Dezember 2011 Presseurop
Die Verhandlungen waren nur von kurzer Dauer. Am 16. Dezember haben der Internationale Währungsfonds und die Europäische Union beschlossen, die Gespräche mit Budapest über eine mögliche Finanzhilfe für Ungarn abzubrechen. IWF und EU glauben, dass die von der Orbán-Regierung geplante Reform der ungarischen Nationalbank die Unabhängigkeit der Institution gefährde. Dem Gesetz zufolge könnten die Regierung und das Parlament, in dem die Partei von Orbán zwei Drittel der Sitze hält, bestimmte Führungskräfte der Bank ernennen.
Für die linksliberale Tageszeitung Népszabadság "gibt es die Union langsam auf, mit dem Regime von Orbán zu verhandeln: warum ein autoritäres, antidemokratisches und anti-europäisches System finanzieren?" Die Delegation ist nun abgereist, wir aber bleiben und stehen vor dem Abgrund.
Die konservative Tageszeitung Magyar Hírlap hebt ihrerseits hebt ihrerseits hervor, dass "es der denkbar schlechteste Moment war, um den IWF und die EU zu verärgern". "Die Regierung hat einen taktischen Fehler begangen, indem sie das neue Gesetz während der Verhandlungen ankündigte", glaubt die Zeitung und schlussfolgert: "Besser mit dem IWF und der Union, als ohne sie".
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Ich weise darauf hin, daß von mir gefundene und verlinkte Texte generell nicht unbedingt meiner Meinung entsprechen
Bis später
Admi
Uj.Magyar@online.ms
RE: IWF- Delegation reist vorzeig ab.
in Börse und Kapital 19.12.2011 18:44von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge
Ungarn und der IWF spielen griechische Tragödie
Der IWF sei nichts besonderes, "lediglich eine Bank, eine Finanzinstitution", man werde mit ihr reden, wie mit allen anderen Banken. Mehr noch, da Ungarn Mitglied in der Multinationenbank ist, "werde man sie behandeln, wie seine eigene Bank". Kurz: Orbán gibt dem IWF die Anweisungen, nicht umgekehrt.
Zum Beitrag der Pester Lloyd
RE: IWF- Delegation reist vorzeig ab.
in Börse und Kapital 19.12.2011 18:59von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge
EUR/HUF: IWF lehnt Kredite für Ungarn vorerst ab
Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Europäische Union (EU) haben weitere Finanzhilfen für Ungarn vorerst abgelehnt. Wie der IWF am Wochenende verlautbaren ließ, ist die Unabhängigkeit der Zentralbank des Landes gefährdet, was einer Kreditvergabe entgegensteht.
Zum Beitrag
RE: IWF- Delegation reist vorzeig ab.
in Börse und Kapital 20.12.2011 07:10von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge
Barroso will ungarische Gesetze stoppen
EU-Kommissionschef Barroso soll in einem Brief an den ungarischen Premier Viktor Orban Kritik an den Gesetzen über die Notenbank und die Finanzstabilität geübt haben.
Zum Beitrag der Tiroler Tageszeitung
RE: IWF- Delegation reist vorzeig ab.
in Börse und Kapital 20.12.2011 14:49von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge
Hierzu fehlt mir jeder Kommentar, der Herr Orban ist krank, sehr krank,
Sollte die ungarische Regierung "wegen der Einwände Brüssels" kein neuerliches Kreditabkommen mit dem IWF hinbekommen, werde man notfalls die Devisenreserven der Nationalbank zur Erreichung der Haushaltsziele einsetzen.
Zum Beitrag der Pester LLoyd
RE: IWF- Delegation reist vorzeig ab.
in Börse und Kapital 20.12.2011 15:01von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge
Budapest - Die ungarische Notenbank (MNB) hat heute, Dienstag, den Leitzins um 50 Basispunkte auf 7 Prozent erhöht, berichtet die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Die Mehrheit der Analysten hatte im Vorfeld der Sitzung des Monetärrates mit einer erneuten Erhöhung gerechnet, nachdem die Kreditwürdigkeit Ungarns von der Rating-Agentur Moody's auf Ramsch-Niveau herabgestuft worden war. Das Ministerium für Nationalwirtschaft kritisierte die Entscheidung der Leitzinserhöhung, da dieses das "gesunde Wirtschaftswachstum des Landes behindern würde, zitiert das Internetportal Origo. (APA)
Berichtet der Standart
Ungarn und der IWF spielen griechische Tragödie
in Börse und Kapital 20.12.2011 15:28von Admi • Peter / Admi | 11.876 Beiträge
Pest gegen Cholera
EINE POLEMIK ALS JAHRESRÜCKBLICK
Die IWF-Delegation, die am Freitag überstürzt und nicht sehr erbaut aus Budapest abreiste, hätte es eigentlich wissen müssen. Schon seit eineinhalb Jahren bietet Premier Orbán seinem Land und Europa ein sehr eigensinniges "Nationaltheater", bei dem alle um ihn als Statisten eingekleidet werden und Demokratie wie Rechtsstaat nur noch als potëmkinsche Kulisse dienen. Doch die charakterlichen Absonderlichkeiten ihres Premiers werden das Land bald sehr teuer zu stehen kommen. Zeit zu handeln, sonst erwacht womöglich noch das Volk.
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Orbán: Devisenreserven statt IWF-Kredit
in Börse und Kapital 20.12.2011 15:30von Admi • Peter / Admi | 11.876 Beiträge
Auf einer Krisensitzung seiner Fraktion gab sich der Premier weiter kämpferisch und ignorierte sogar einen herzlichen Brief von EU-Kommissionspräsident Barroso. Offenbar geht man in Budapest schon vom Scheitern der Verhandlungen mit dem IWF aus.
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Kapitalismus ohne Ehrgeiz
in Börse und Kapital 22.12.2011 17:26von Admi • Peter / Admi | 11.876 Beiträge

Budapest, November 2011: Forint-Scheine in der Ausstellung "Geschichte des Geldes"
AFP/Attila Kisbenedek
Magyar Narancs
Budapest
Die Diskussionen um die Unabhängigkeit der Zentralbank haben zum Abbruch der Verhandlungen mit IWF und EU geführt. Das macht deutlich, dass Viktor Orbáns Regierung ihre „nationale Revolution“ auch im Bereich der Wirtschaft durchsetzen will. Allerdings sind die dieser Politik zugrunde liegenden Prämissen falsch, betont ein Wirtschaftsexperte.
Miklós Sebők
Die Diskussionen um die Unabhängigkeit der Zentralbank haben zum Abbruch der Verhandlungen mit IWF und EU geführt. Das macht deutlich, dass Viktor Orbáns Regierung ihre „nationale Revolution“ auch im Bereich der Wirtschaft durchsetzen will. Allerdings sind die dieser Politik zugrunde liegenden Prämissen falsch, betont ein Wirtschaftsexperte.
Miklós Sebők
Wie wichtig ihm ein wirklicher Bruch mit der seit dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes vorherrschenden Ideologie ist, hat Viktor Orbán in seiner zweiten Amtszeit zweifelsfrei klar gemacht. Alles, was er sagt und alles, was er tut, dient diesem Ziel. Das Leitmotiv der letzten zwanzig Jahre war die "Modernisierung". Ihr gegenüber war die "Souveränität" nur eine Art Kulisse, eine Fata Morgana.
Dementsprechend ist das Ziel der zweiten Orbán-Regierung (die erste dauerte von 1988 bis 2002) folgendes: Die Wiederherstellung der souveränen Herrschaft, welche die [sozialistisch-liberalen Regierungen der] vergangenen acht Jahre zersetzt haben.
Sein Projekt zielt also darauf ab, einen ungarischen Kapitalismus zu schaffen. Die Wirtschaftspolitik seines Wirtschaftsministeriums, die anscheinend weder Hand noch Fuß hat, dient in der Tat nur einem Zweck: Sie liefert ihm die notwendige Munition, mit der er das Netzwerk zerstören kann, das die Zügel der Wirtschaft noch immer fest im Griff hat. Ansonsten ist Orbáns Projekt recht einfach gestrickt: Der ungarische Kapitalismus kann nicht ohne ungarisches Kapital (insbesondere Finanzkapital) funktionieren.
Woher aber weiß man, dass das Geld, das per se nicht stinkt, "ungarisch" ist oder nicht? Inwiefern kann eine Bank, die landesweit zahlreiche Kunden hat und mehrere Tausend Ungarn beschäftigt, als "ausländisch" betrachtet werden? Ganz einfach: Laut dem "Orbán-System" kann das Kapital, das dabei hilft, den ungarischen Kapitalismus aufzubauen, als ungarisches Kapital betrachtet werden. Auch wenn die Grenzen hier recht unscharf bleiben.
Um diesen Kapitalismus zu schaffen braucht es also Finanzinstitutionen: Banken und Versicherungen, die imstande sind, sich über die Märkte "herzumachen". Sie entstehen dann, wenn der Staat direkt in neue Banken investiert (durch Rückkäufe bereits existenter). Wenn sie erst einmal kampfbereit sind, können wir die anderen Finanzmarktakteure besänftigen.
Eine Zweidrittelmehrheit im Parlament macht fals alles möglich
Die vor kurzem vom Staat geschaffenen Finanzinstitutionen werden alle von Handlangern des Regierungschefs geleitet. Und nirgends steht geschrieben, dass die ungarischen Banken nicht auch das tun dürfen, was ihre österreichischen und deutschen Kollegen tun: Die Banken ihrer Nachbarn aufkaufen. Ebenso können "die wenigen Finanzinstitutionen, die in den Händen des Staates verbleiben", vollständig rekapitalisiert werden. Dagegen können die Institutionen, die sich in den letzten Jahren als unabhängige Institutionen durchgesetzt haben, wenn es soweit ist, einfach vom Staat aufgekauft werden. Wenn einem zwei Drittel der Sitze im Parlament gehören, dann kann man fast alles machen.
Angenommen diese Institutionen gibt es, dann muss das Kapital aufgetrieben werden, um die geplante Invasion einzuleiten. Nichts leichter als das: Der Staat verfügt über zahlreiche Möglichkeiten, mit denen er "lokale" Akteure bei Ausschreibungen und öffentlichen Aufträgen begünstigen, steuerliche Regelungen vorteilhaft auslegen und Kreditnehmer massenhaft in die Arme ungarischer Banken treiben kann. Ein Beweis dafür? Seit vergangenem Herbst hat die PSZAF [Aufsicht der Finanzorganisationen] immer mehr Bußgelder gegen multinationale Akteure verhängt. Dagegen verpflichtet eine Sondersteuer für Finanzinstitutionen die ausländischen Mutterbanken dazu, ihre magyarischen Filialen mit Nettomitteln zu versorgen.
Derzeitig gibt es aber noch zahlreiche Hindernisse. In erster Linie verfügen die ungarischen Banken nicht über die notwendige Liquidität, um Forint-Kredite zu erschwinglichen Konditionen anbieten zu können. Und lassen wir die Träumereien: Sie werden niemals in der Lage sein, ihre internationalen Konkurrenten im Bereich der Unternehmenskredite auszustechen. Die neuen Akteure des magyarischen Kapitalismus werden ihre Marktposition nur durch Geldanlagen oder Kapitalerhöhung behaupten können. Nun hat die Bevölkerung aber gar kein Geld, das sie sparen könnte. Und Staat und Unternehmen sind hochverschuldet. In dieser Situationen brauchen wir ausländische – oder ungarische – Investoren, die an die Machbarkeit von Viktor Orbáns Projekt glauben. Doch ist es mehr als unwahrscheinlich, dass diese Themen bei den jüngsten Reisen nach Saudi-Arabien und China diskutiert wurden.
Entweder die Miesmacher-Strategie oder Orbáns Vision
Werden wir im Gegensatz dazu erleben müssen, wie der momentan noch existente Schutzwall um die Eigentümer des ungarischen Finanzsektors nach und nach zerfällt und in sich zusammenbricht? Noch ist es zu früh, um dies beurteilen zu können. Allerdings deutet die jüngste Bewertung der Bonität des Landes nicht gerade darauf hin, dass sich die Dinge zum Guten wenden werden. Folgen weitere Herabstufungen, könnten die Versteigerungen von Staatsanleihen für längere Zeit ausgesetzt werden. Pendelt sich der Euro dann bei weit über 300 Forint und der Schweizer Franken bei 250 Forint ein, drohen sich die Türen endgültig zu schließen – obwohl die meisten Ungarn in Fremdwährungen verschuldet sind.
Sollte das Projekt aber erfolgreich sein, wird eine Orbán wohlgesinnte wirtschaftliche 'Walze' entstehen, die das Land de facto für jeden anderen unregierbar machen würde. Dann wird den machthabenden Politikern in der Tat nichts anderes übrig bleiben werden, als Zugeständnisse zu machen und mit dem wirtschaftlichen Leviathan Kompromisse einzugehen. Seit zwanzig Jahren haben die postkommunistischen und neoliberalen Eliten (die nun geschlossen auftreten) nichts anderes getan, als sich für die internationalen Kapitalflüsse zu verbiegen, um vom Westen als Gegenleistung moralisch und finanziell unterstützt zu werden.
Statt dieser Miesmacherei-Überlebensstrategie schlägt Orbán mit seinem Projekt eine Zukunftsvision vor, die tausend Mal besser zum gegenwärtigen Gemütszustand der Ungarn passt. Schließlich sind sie es leid, sich immer unterzuordnen. Das Problem an diesem Projekt ist folglich nicht das, was die (unpolitischen) Geschäftsleute, die liberalen Experten oder die (zur Über-Politisierung neigenden) Linken an ihm auszusetzen haben. Nein. Das eigentliche Problem ist folgendes: Egal ob Orbáns Projekt erfolgreich sein oder scheitern wird – in jedem Fall wird es tragische Auswirkungen haben. (j-h)
Die 1989 gegründete “ungarische Orange” ist ein linksliberales Magazin für Politik und Kultur, das mit seinem Ton zwischen Ernst und Ironie über das Leben der Menschen in Mitteleuropa berichtet. Sein Name geht auf den lange verbotenen Film Der Zeuge von Péter Bacsó zurück. Dieser thematisiert Ungarns verzweifelte Versuche der Orangen-Produktion, womit es sich, ohne Erfolg, an die sowjetischen Vorgaben halten wollte.
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Admi
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Ungarn will sich IWF-Bedingungen beugen
in Börse und Kapital 06.01.2012 15:26von Admi • Peter / Admi | 11.876 Beiträge
Nachricht vom 5. Januar 2012 -
Gut zwei Wochen nach dem Abbruch von Vorverhandlungen Ungarns mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU-Kommission über einen Rettungsschirm gegen den drohenden Staatsbankrott hat Budapest am Donnerstag (5.1.) klein beigegeben. Der zuständige Minister für die Gespräche über einen Kreditrahmen von 20 Milliarden Dollar, Tamás Fellegi, teilte mit, dass seine Regierung bereit ist, einen vorbeugenden Standby-Kredit zu akzeptieren, der mit strengster Kontrolle einhergeht.
Zuvor hatte sich die Landeswährung erneut auf Talfahrt begeben und ein Rekordminus zum Euro von mehr als 322 Forint erreicht. Nach der völlig unerwarteten Erklärung Fellegis konnte sich der Forint leicht erholen. Fellegi betonte jedoch offenbar in Anspielung auf das heftig umstrittene neue Gesetz über die Nationalbank, Ungarn sei nicht bereit, bei den Kreditverhandlungen irgendwelche Bedingungen zu akzeptieren.
Ministerpräsident Viktor Orbán habe die Einwilligung zu Gesprächen Fellegis über den Bereitschaftskredit gegeben, sagte der Minister ohne Amtsbereich. Dies ist eine Wendung um 180 Grad zur bisherigen Haltung der ungarischen Regierung. Bisher hatte sie auf einen Kredit zu wesentlich günstigeren Bedingungen, ohne strenge Kontrolle gepocht. Fellegi behauptete zugleich, bei den bisherigen Vorbereitungs-Gesprächen sei ihm kein Standpunkt begegnet, wonach Ungarn seine Wirtschaftspolitik grundlegend ändern müsse.
Im Gegensatz dazu war jedoch schon bei Abbruch der Verhandlungen durch IWF und EU im Dezember bekannt geworden, dass das neue Gesetz über die Nationalbank eines der Hindernisse auf dem Weg zu einem neuen Kredit ist. Im April wird Ungarn, sollte es den angestrebten Kredit nicht bekommen, zahlungsunfähig sein.
Wir weisen darauf hin, dass von uns gefundenen und verlinkte Texte generell nicht die Meinung des Forumbetreibers widerspiegeln
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Admi
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