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Neues Ungarnforum - das Forum für Residenten in ganz Ungarn


#1

Uj Szinhaz

in Oper, Theater, Veranstaltungen 23.10.2011 16:13
von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge

Der deutsche Dirigent Christoph von Dohnanyi hat einen Gastauftritt an der Ungarischen Staatsoper abgesagt - aus Protest gegen die jüngste Ernennung Rechtsradikaler an die Spitze des Budapester Theaters Uj Szinhaz.
Dohnanyi, der selbst ungarische Wurzeln hat, habe der Oper mitgeteilt, dass er nicht in einer Stadt auftreten wolle, «deren Oberbürgermeister die Führung eines Theaters zwei bekannten rechtsradikalen Antisemiten anvertraut hat»
Protestbriefe aus aller Welt stapeln sich bei dem störrischen Herrn Bürgermeister auf dem Tisch. Tausende demonstrierten
vor dem Theater. Eines ist hundertprozentig sicher, die Ernennung der beiden Rechtsradikalen kam nicht vom Bürgermeister der
Stadt Budapest, sondern von oberster Stelle.

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#2

RE: Uj Szinhaz

in Oper, Theater, Veranstaltungen 23.10.2011 18:34
von Ferdinand • Magyar | 224 Beiträge

Hallo Jürgen,
Du kennst Dich ja gut aus in diesem Land.
Dein Beitrag ist wieder einmal ein Negativbeispiel für die Entscheidung der obersten Stelle.
Respekt für die Haltung v. Dohnanyi.
Ich frage mich, was hat Politik mit Oper und Theater zu tun?
Ich vermute, Du bist kein Anhänger des Herrn Orban. ich mag ihn auch nicht.
Leider lieben ihn Zweidrittel der Ungarn, ob sich das noch ändern wird?

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#3

RE: Uj Szinhaz

in Oper, Theater, Veranstaltungen 23.10.2011 21:25
von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge

Hallo Ferdinand,
was Politik mit Oper und Theater zu tun hat, weiss ich auch nicht, oder doch, es geht nur um politische Postenschieberei.
Deiner Vermutung gebe ich recht, ich bin kein Anhänger des Herrn Orban , bin aber auch kein Anhänger der anderen Chaoten.

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#4

RE: Uj Szinhaz

in Oper, Theater, Veranstaltungen 23.10.2011 21:44
von Ferdinand • Magyar | 224 Beiträge

Hallo Jürgen,
danke für Deine schnelle, klare Antwort.
Ich mache mich auf die Suche nach den Chaoten, aber erst morgen, ich schlafe eine Nacht darüber,
schlaft gut und träumt was Schönes
Ferdinand

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#5

RE: Uj Szinhaz

in Oper, Theater, Veranstaltungen 24.10.2011 08:27
von Jule und Janos • Magyar | 1.202 Beiträge

Hallo in die Runde!

Na, Theater war doch immer zu früheren Zeiten die Stimme des Volkes gegen die Obrigkeit - siehe Schiller!

So friedliche Zeiten, wie jetzt (naja, nicht überall!) gab es früher ja nicht und die Gaukler, die von Stadt zu Stadt zogen, zeigten mit ihren Bühnen böse Herrscher usw. auf ihre Art - es wurde halt vieles im Theater aufgearbeitet und so hat jeder Herrscher als Gegenstück dann "sein" Theater mit "seinen" Leuten besetzt um "seine" Weltanschauung unter die Menschen zu bringen!

Die Medien machen es ja auch nicht anders!

Das werden wir nicht ändern!

Es ist alles Theater!!!

Es grüßen

Jule und Janos im Nebelloch!!!




Älter werden ist nichts für Feiglinge!

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#6

Protest aus Deutschland gegen Uj Szinhaz

in Oper, Theater, Veranstaltungen 26.10.2011 13:28
von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge

DIE DEUTSCHE AKDEMIE DER DARSTELLENDEN KÜNSTE PROTESTIERT GEGEN DIE ERNNENUNG VON ISTVAN CSURKA ZUM LEITER DES NEUEN THEATERS IN BUDAPEST
http://www.darstellendekuenste.de/einzel...resolution.html

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#7

RE: Uj Szinhaz

in Oper, Theater, Veranstaltungen 26.10.2011 15:27
von Pusztaqueen • Magyar | 1.489 Beiträge

Hallo Klaus,

ich gebe dir wirklich in allen Punkten recht ...........nur, trotz all der Fehltritte und unliebsamen Entscheidungen, FIDESZ führt immer noch in allen Umfragen und ich bin sicher, dass sich bis zur nächsten Wahl nichts daran ändern wird.

Die Ungarn "ticken" anders ......... wie genau, werden wir als Ausländer wahrscheinlich nie verstehen. Aber ein paar Meinungen von Ungarn die wir gut kennen, möchte ich hier festhalten:

- je mehr Druck von außen kommt (EU, IWF, etc....) desto mehr unterstützt das Volk seinen Führer (möglicherweise liegt das daran, dass das Vok nicht zugeben will, dass es auf Orban's hübsche Augen reingefallen ist)

- wenn die Ungarn mal eine Entscheidung getroffen haben, dann stehen sie auch dazu, selbst wenn der Weg in den Abgrund führt
(sie haben auch im Krieg die Seiten nie gewechselt......)

- und eine sehr traurige Wahrheit: vielen Ungarn spricht Herr Orban "aus der Seele", wenn es um Roma, Juden, Homosexuelle, etc., geht

Wir leben jetzt über 5 Jahre in diesem schönen Land und ich habe von Ungarn nicht einen einzigen positiven Kommentar über die Zigeuner gehört...........(und das hab ich jetzt sehr vorsichtig ausgedrückt!!!)


Bis bald mal wieder
Pusztaqueen


- Hab Sonne im Herzen und Schalk in den Augen ! -

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#8

RE: Uj Szinhaz

in Oper, Theater, Veranstaltungen 26.10.2011 15:43
von molly • Magyar | 130 Beiträge

genauso habe ich es in Diskussionen seit 2009 immer wieder zu verstehen bekommen und die náchste Wahl wird nicht anders ausgehen, ob dies uns nun gefállt oder nicht, du hast es genau auf den Punkt gebracht!!!

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#9

RE: Uj Szinhaz

in Oper, Theater, Veranstaltungen 26.10.2011 16:36
von Ferdinand • Magyar | 224 Beiträge

Ein Hallo an alle, die um das Wohl der Ungarn besorgt sind.
Herrn Orban und seine Wähler werden wir nicht ändern.
Wir müssen ihm und seine Helfer Gelegenheit geben, dass er weiterhin seine Ziele in Gesetzen umsetzt. So schmerzlich das für viele ist.
Denn er verstößt eindeutig gegen die Grundrechte der EU
Sein Sündenregister wir immer größer
Die Betroffenen ( - wir Gäste sind es nicht) müssen sich in Brüssel und in den anderen Regierungsstädten bemerkbar machen.
Das geschieht auch, wie die Resolution der Deutschen Akademie zeigt.
Für den Durchschnittsungarn ist das alles nur "Theater".

zuletzt bearbeitet 26.10.2011 16:40 | nach oben springen

#10

RE: Aus für das Zöld Pardon in Budapest - wieder ein Opfer des Kulturkampfes in Ungarn

in Oper, Theater, Veranstaltungen 29.10.2011 18:03
von Admi • Peter / Admi | 11.876 Beiträge

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1587729/
KULTUR HEUTE
24.10.2011

Das ungarische Parlament
in Budapest (Bild: Stock.XCHNG)

Theaterkampf in Budapest
Rechtsextremer Politiker wird Intendant des "Neuen Theaters"
Harriett Ferenczi im Gespräch mit Stefan Koldehoff
Seit Ungarn eine rechtspopulistische Regierung hat, wird auch in der Kultur "aufgeräumt". Jetzt hat die Stadt Budapest den rechtsextremen Politiker und Schriftsteller Istvan Csurka zum Leiter des renommierten "Neuen Theaters" ernannt. Oppositionelle nennen ihn einen "Hassprediger und Antisemiten".


Stefan Koldehoff: Kommen Sie und sehen Sie "Don Carlos", um uns zu unterstützen. Das hat auch der scheidende Direktor des "Neuen Theaters" in Budapest, Istvan Marta, am Wochenende bei einer Demonstration vor seinem Haus rund 2.000 Protestierenden zugerufen. Das Schiller-Stück über die Gedankenfreiheit wird Martas letzte Inszenierung sein. Der rechtskonservative Oberbürgermeister hat ihn nämlich abgesetzt und stattdessen zwei Männer zu neuen Theaterleitern ernannt, die mehr als umstritten sind. Gegen sie richtete sich die Demonstration am Wochenende. Istvan Csurka und György Dörner gelten als Rechtsextremisten und als Antisemiten und haben dem - Achtung, Zitat! - "entarteten, krankhaft liberalen" Theaterbetrieb den Kampf angesagt. Der deutsche Dirigent Christoph von Dohnanyi hat deshalb bereits sein Gastdirigat des Deutschen Requiems von Brahms in Budapest der kommenden Woche abgesagt. An meine Kollegin Harriett Ferenczi in Budapest geht zunächst mal die Frage: Treffen die Vorwürfe gegen Csurka und Dörner denn zu?

Harriett Ferenczi: Ja, auf jeden Fall treffen diese Vorwürfe zu. Wenn man mal die beiden Personen betrachtet, die jetzt an der Spitze des Neuen Theaters in Budapest stehen, also Istvan Csurka, 77, Schriftsteller, Politiker, wie gesagt bekannter Rechtsextremist, er hat sehr oft in seinen Reden, in seinem Auftreten dafür gesorgt, dass das alles zutrifft. Er ist ja Vorsitzender der rechtsextremen Partei "Wahrheit", MIEP, "Wahrheit und Lebenspartei" nennt die sich, aber auch im Parlament bis 2002, dann Wahlniederlage und dann weg von der politischen Bühne. Und Csurka hat gleich gesagt, nachdem er von dem Oberbürgermeister quasi grünes Licht für seine Vorstellung erhalten hatte, er macht ein Theater mit nationalistischen, mit nationalen Gedanken, westlicher Müll muss weg, den brauchen wir nicht. Ich habe gerade mal auf den Spielplan geguckt: Dostojewski, Molière ist westlicher Müll, ja, muss man so interpretieren, er braucht das "Tingli-Tangli aus New York" nicht mehr. Und als er gefragt wurde, was er denn spielen will, sagt er, natürlich meine Dramen. Also Csurka will sich da präsentieren. Er sagt, es wäre ein Theater des Durchbruchs, was er jetzt machen will, und das gemeinsam mit György Dörner. Er ist ja Direktor und Schauspieler und er ist wirklich bekannt für seine Neonazi-Ansichten. Dörner war früher sehr oft im Fahrwasser der rechtsradikalen Jobbik-Partei, hat sich aber jetzt irgendwie mutiert, ist gegangen zur MIEP-Partei und will jetzt halt große, große Karriere machen.

Koldehoff: Csurka faselt auch gerne schon mal was von einer angeblichen jüdischen Weltverschwörung. Wie kommt denn, Frau Ferenczi, ein Oberbürgermeister einer Stadt wie Budapest auf die Idee, zwei solche Herren zu Theaterleitern zu machen?

Ferenczi: Ja, das ist die große Frage, und deswegen wurde er ja auch immer häufiger quasi danach gefragt, auch jetzt bei der Demonstration am Samstag gegen die Ernennung dieser beiden Herren Csurka und Dörner, er soll das alles rückgängig machen. Aber Tarlos meint, die Sache ist erledigt, er tut das. Aber die Opposition sieht im Hintergrund natürlich nicht nur die Entscheidung von Tarlos. Er ist Mitglied der Regierungspartei und dann sagt man halt, im Hintergrund soll Csurka mit seiner MIEP-Partei und die Fidesz-Partei, die Regierungspartei, eine Front machen gegen diese Jobbik-Partei, die sehr, sehr an Boden gewinnt, diese rechtsradikale Partei. Und die Regierungspartei will auch auf Wählerfang gehen aus den Kreisen von Csurka, also aus diesen rechtsextremen Kreisen. Dahinter würde viel, viel Politik stehen.
Und der jetzige Direktor Istvan Marta, der hat 13 Jahre dieses Theater geführt, erfolgreich. Der hat am Flugplatz aus der Presse übrigens davon erfahren, dass er nicht mehr Direktor ist dann im neuen Jahr. Und Tarlos sagt, der Oberbürgermeister sagt, für mich ist die Sache erledigt, obwohl die Fachkommission 6:2 gegen die Ernennung von diesen Herren gesprochen hat.

Koldehoff: Wie reagiert darauf denn jetzt das kulturelle Budapest? Sie haben gerade von einer Demonstration gesprochen, auf der anderen Seite aber auch gesagt, aus Sicht des Bürgermeisters ist das alles sinnlos. Was tut man jetzt, wie reagiert man?

Ferenczi: Also das kulturelle Budapest reagiert, was in den Zeitungen steht, wir wollen, wir sind dagegen und warum und weswegen. Das Ausland reagiert auch schon mal. Der deutsche Dirigent Christoph von Dohnanyi hat ja aus Protest seinen Gastauftritt an der Budapester Oper abgesagt, der sollte Ende Oktober da auftreten, und er hat halt gesagt, er gastiert nicht in einer Stadt, wo der Oberbürgermeister ein Theater in die Hände zweier bekannter Antisemiten gibt. Also das sind Proteste, aber die sind irgendwie schwach.
Es gab noch einen Brief von österreichischen Autorinnen aus Graz, die haben dem Barroso nach Brüssel geschrieben, haben gewarnt, dass das nicht geht, und haben gefordert, die EU müsste dagegen auftreten. Der Stardirigent Adam Fischer hat das ganz gut auf den Punkt gebracht. Er hat gesagt, es geht doch nicht an, dass ein EU-Staat seine Kulturpolitik von Rechtsextremen bestimmen lässt. Also das sind so die Proteste, die aber nur ab und zu mal so stattfinden, und ich weiß nicht, wie es jetzt weitergeht. Der Oberbürgermeister hat wieder gesagt nach dieser Demonstration, für ihn ist die Sache erledigt.

Koldehoff: Ministerpräsident Orban hat schon vor einigen Monaten bei der Debatte ums neue Presserecht gezeigt, dass er langen Atem haben kann. Müssen wir uns insgesamt weiter daran gewöhnen, dass Ungarn nach rechts abdriftet?

Ferenczi: Ja, einen langen Atem hat er mit seiner Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament. Also man kann hier alles machen, was man so will. Es hängt jetzt davon ab, inwieweit er jetzt auch vom Ausland ein bisschen so in die Schranken gewiesen wird, was natürlich nicht so sehr passiert. Aber alles spricht ja darauf hin, dass es auch irgendwie so weitergeht, denn die Säuberung, vor allen Dingen wenn wir jetzt über Kultur reden, die ist ja nicht von gestern. Sowie Orban mit seiner Partei an die Macht kam, ging es zum Beispiel in der Staatsoper los. Da wurde der Direktor entlassen, angeblich Misswirtschaft, der künstlerische Leiter Balasz Kovalik, sehr bekannt in Deutschland, wurde entlassen, er würde so viel für ausländische Schauspieler und Künstler stimmen, der Generalmusikdirektor Adam Fischer warf dann das Handtuch, resigniert trat er zurück und macht halt nicht weiter.

Koldehoff: Hört sich nicht gut an. - Theaterkampf in Budapest. Vielen Dank. Harriett Ferenczi war das.

© 2011 Deutschlandradio


Bis später
Admi
Uj.Magyar@online.ms



Leben heißt, das absurde zuzulassen

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#11

Rechtsextremist und Neo-Theaterdirektor Csurka verwarnt

in Oper, Theater, Veranstaltungen 01.11.2011 08:16
von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge

Kommt doch langsam Bewegung in die Postenschieberei?

http://derstandard.at/1319181710021/Rech...Csurka-verwarnt

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#12

Der Theaterskandal des Uj Szinhaz

in Oper, Theater, Veranstaltungen 04.11.2011 10:32
von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge

Csurka und seine Kumpanen haben jetzt ihr wahres Gesicht gezeigt.
In der neuesten Ausgabe des Parteiblattes von Csurka wurden manipulierte Bilder von der Demo vor dem Uj Szinhaz veröffentlicht.
Der jetztige Direktor wird dort mit Hitlergruss dargestellt und ein Vorsitzender des Bundes der Ungarischen Widerstandkämpfer mit Hakenkreuz Anstecker. Jetzt kann jeder sehen auf welchem Niveau sich die Herren bewegen.
Wenn jetzt der Oberhirte von Budapest nicht reagiert, dann ist wohl allen klar wohin die politsche Reise gehen soll. Fidesz und Jobbik in einem Boot. Jeder kann sich denken was dabei rauskommt.

http://hvg.hu/itthon/20111103_csurka_lop...ullComment=true

zum Beitrag
Ich weise darauf hin, daß von mir gefundene und verlinkte Texte generell nicht unbedingt meiner Meinung entsprechen


zuletzt bearbeitet 09.01.2012 19:46 | nach oben springen

#13

Hier tümelt der Magyar bald heimatlich

in Oper, Theater, Veranstaltungen 14.12.2011 11:22
von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge

Der Schriftsteller und Multifunktionär István Csurka ist nicht leicht zu erreichen. Der Telefonanschluss der "Partei für ungarisches Recht und Leben" (MIÉP) ist gerade nicht existent. Unter einer Mobilnummer, die man bei Csurkas stramm nationalem und antisemitischem Hetzblatt "Magyar Forum" bekommt, meldet sich sein Mitarbeiter, mit dem nur Ungarisch gesprochen werden darf.

Zum Beitrag

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#14

Ernennung zu Intendanten des Új Szinház zurückgezogen

in Oper, Theater, Veranstaltungen 14.12.2011 18:07
von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge

Der Bürgermeister von Budapest hat heute den neu ernannten Direktor des Új Szinház Dörner gebeten, die Ernennung des
Herrn Csurkas zum Intendanten zurückzuziehen , weil jetzt doch die antisemitische Hetzeartikel im Magyr Fórum mit der Kultur nicht vereinbar sind. Dörners Ernennung wird davon leider nicht berührt.

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#15

RE: Ernennung zu Intendanten des Új Szinház zurückgezogen

in Oper, Theater, Veranstaltungen 15.12.2011 18:13
von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge

Dank der vielen Proteste ist ein Teilerfolg erreicht.

Der bekannte ungarische Rechtsextremist Istvan Csurka soll nun doch nicht Intendant des Budapester "Neuen Theaters" (Uj Szinhaz) werden, forderte Oberbürgermeister Istvan Tarlos am Mittwoch.

Zum Beitrag der Tageszeitung Der Standard

zuletzt bearbeitet 15.12.2011 18:13 | nach oben springen

#16

Der Fall „Új Színház“ im Spiegel der Medien

in Oper, Theater, Veranstaltungen 08.01.2012 12:05
von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge

Das Goethe Institut in Budapest hat sich die Mühe gemacht eine wichtige Bericht über den Theaterskandal zusammenzustellen.


Wie reagiert die ungarische und wie die deutsche Presse auf den Fall? Unser Dossier enthält Übersetzungen von ausgewählten Artikeln aus ungarischen und aus deutschen Zeitungen, die unterschiedliche Standpunkte wiedergeben. Die Artikel sind ungekürzt abgedruckt, wichtige Namen und Ereignisse, von denen wir annehmen, dass sie nicht allen Lesern bekannt sind, werden in den Anmerkungen erläutert.
Homepage Goethe Institut

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#17

Die fleischfressende Blume

in Oper, Theater, Veranstaltungen 09.01.2012 07:46
von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge

Auch dieses Beitrag möchte ich Euch nicht vorendhalten, er ist zwar bereits von Oktober 2011 aber denoch.
Geschrieben von Zsolt Bayer (geb. 1963) ist ein rechtskonservativer Schriftsteller, Journalist und Freund Orbans.


Ich weiß schon nicht mehr, ob man sich den Luxus der Verzweiflung und des Zorns erlauben darf, oder einem nur übrigbleibt, das Kreuz der Vernunft und der Geduld zu tragen. Und ist es dies, was bleibt, so fragt man sich, wie lange wohl …
Zum Beitrag



Ich weise darauf hin, daß der verlinkte Texte nicht unbedingt meiner Meinung entspricht


zuletzt bearbeitet 09.01.2012 07:51 | nach oben springen

#18

Rechtsextremist als Theaterdirektor in Ungarn: Demo und Gegendemo in Budapest

in Oper, Theater, Veranstaltungen 01.02.2012 18:20
von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge

Das neue Bild von Ungarn, erschreckend.
Vor einigen Tagen wurde sogar eine Opernaufführung von der braunen Brut gestört.


Am Mittwochabend fand vor dem Neuen Theater, Új Színház, in Budapest eine Protestkundgebung gegen die Übernahme der Leitung durch den bekannten Rechtsextremisten, György Dörner, statt. Welches Publikum der neue Direktor anzieht, machte zur gleichen Zeit und in Hörweite eine Gegendemonstration von mehreren Hundert Neonazis, zum Teil uniformiert, klar.
zum Beitrag Wir weisen darauf hin, dass von uns gefundenen und verlinkte Texte generell nicht die Meinung des Forumbetreibers widerspiegeln


zuletzt bearbeitet 01.02.2012 18:21 | nach oben springen

#19

RE: Rechtsextremist als Theaterdirektor in Ungarn: Demo und Gegendemo in Budapest

in Oper, Theater, Veranstaltungen 01.02.2012 20:46
von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge

Habe gerade einen Anruf einer Bekannten erhalten. Sie hatte sich trotz ihres Alters von 85 Jahren an der Demo beteiligt.
Sie hat mich mit weinender Stimme angerufen und war völlig aufgelöst vor Angst. Die Rufe nach "Juden raus" hat sie
an die alten Zeiten errinnert. Ihre grösste Angst ist es, das sie als Jüdin zum drittenmal aus ihrem Land fliehen muss.
Es war mir zunächst nicht möglich , sie davon zu überzeugen, das es nicht dazu kommen wird.
Über SMS wurde ein weiterer Freund informiert, der sich jetzt persönlich um sie kümmert.
Ich kann ihre Angst und Sorgen nachvollziehen und es tut mir in der Seele weh, das sie das ganze Aufkeimen der
neuer Welle miterleben muss.
Der Judenhass wird in Ungarn noch zunehmen aber nicht nur gegen Juden.

Gábor Vona, Chef der rechtsnationalen Bewegung "Jobbik" sagte über die EuroGames: "Gott ist mein Zeuge - es ist nicht eine Art von Homophobie, sondern es gehört sich einfach, zu sagen, dass das wirklich das Ende der Welt ist".
"Es sei unerträglich, dass im Jahr der olympischen Sommerspiele in London Ungarn die Schwulenolympiade beherbergen muss". Ungarn wäre von außen gezwungen worden, diese "anti-christliche Hass-Orgie" zu veranstalten."

Liebe Forumsmitglieder, ich will bestimmt keine Angst oder Sorge in den Raum stellen, aber nach diesem Telefonat war ich
fertig und voller Wut.

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#20

RE: Rechtsextremist als Theaterdirektor in Ungarn: Demo und Gegendemo in Budapest

in Oper, Theater, Veranstaltungen 01.02.2012 21:29
von Ferdinand • Magyar | 224 Beiträge

Sprachlos könnte man werden.
Wer schürt hier die Hass-Orgie und beruft sich dabei auf Gott? Die christlichen Werte teilen etwas anderes mit.
Vona und die Jobbik zeigen ihr wahres Gesicht.


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