Hallo Jürgen und alle Forumfreunde
Ich selber habe ja einen besonderen Bezug zu KZ. Nicht nur das ich das KZ Auschwitz schon Anfangs der 50iger Jahre besuchen konnte, damals war ja alles noch sehr frisch. Den Eindruck habe ich bis Heute nicht vergessen. Die Berge von Haaren, Schuhen und Brillen , Koffern und Taschen.
Aber ein anderes Erlebnis ist mir Ewig in Erinnerung geblieben.
Mein Großvater wurde von den Nazis ins KZ Dachau gebracht und dort eingesperrt. Als kleiner Bub im Alter von 4 Jahren fragte ich meinen Vater, was hat mein Opa gemacht und wo haben sie ihn hingebracht.Mein Vater sagte mit dein Opa ist ein " Sozi"und hat immer schon gegen diese braunen Verbrecher gekämpft und darum haben sie ihn ins KZ eingeliefert.
Als der unselige Krieg vorbei war und das KZ Dachau von den Amerikaner befreit worden ist, haben die Amerikaner meinen Großvater auf einer Bahre getragen von zwei Baumlangen farbigen Soldaten nach Hause gebracht. Es war das Erstemal, in meinen Lebendass ich farbige Menschen sah. Die Erinnerung daran ist auch noch besonders groß, da mir ein Soldat eine Dose Schoko-Cola schenkte.
Ja wir dürfen nicht vergessen, war die Nazis angerichtet haben. Die Schuld bleibt immer. Aber noch nach mehreren Generationen "in Sack und Asche gehen" und uns immer- vorallem den Jüngeren-ein schlechtes Gewissen einzureden wird auf Dauer nicht funktionieren und bei manchen eine Trotzhaltung erzeugen(könnte das auch ein Grund für das Erstarken des rechten Sumpfes in Deutschland sein?)
Stolz auf sein Heimatland zu sein sollte wieder erlaubt sein, ohne gleich in die rechte Ecke gestellt zu werden.
Andere Länder habe nauch Verbrechen gegen Menschen begangen-natürlich nicht in den Umfang wie die Nazi- aber jedes Mordopfer
ist ein Verbrechen ( z.B. Amerika, Türkei,Frankreich, Holland) nur einige zu nennen. Dort darf man aber stolz sein ein Bürger diese Landes zu sein ohne als Nationaslist bezeichnet zu werden.
Ich bin stolz ein Deutscher aber auch ein Europäer und ein Franke zu sein. Ich lasse mich aber auf Grund meiner Lebenserfahrung und langjähriger politschen Erfahrung die ich als Kommunalpolitiker gemacht habe von niemanden in die Rechte Ecke stellen, das will ich gesagt haben.
Ein Kerzenstelle ich immer auf nicht,nur zu Beginn des Shabbat, sonder auch zum Tag der Befreiung des KZ Auschwitz und Dachau.
Es grüßt Euch
Karl