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Neues Ungarnforum - das Forum für Residenten in ganz Ungarn


#1

Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 04.02.2012 09:19
von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge

In den vergangenen Tagen haben sich die politischen Wogen um Ungarn geglättet. Die Stimmung ist nicht nur ruhiger, sondern auch verständnisvoller geworden, was nicht zuletzt der Kompromissbereitschaft und den Argu­menten zu verdanken ist, die Viktor Orbán kürzlich im Europäischen Parlament ins Treffen geführt hat. Gewicht wurde den Worten des Regierungschefs auch durch den sogenannten Friedensmarsch verliehen, der die Solidarität eines großen Teils der ungarischen Gesellschaft mit der Regierung zum Ausdruck brachte. Es hat seither den Anschein, als habe Brüssel seine Strategie geändert. Als sei man in der EU zur Einsicht gelangt, dass die Demütigung Ungarns auf lange Sicht kontraproduktiv sei.
zum Beitrag
Wir weisen darauf hin, dass von uns gefundenen und verlinkte Texte generell nicht die Meinung des Forumbetreibers widerspiegeln

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#2

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 04.02.2012 09:30
von sternebueb • Resident/in | 55 Beiträge

Ein guter, fundierter Beitrag.
Danke sternebueb

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#3

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 04.02.2012 09:45
von Peti • ( Gast )
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Nun bin ich doch verwundert, dass hier ein Artikel der Budapester Zeitung erscheint. Was mir gefällt ist dass er sachlich ist.
Es ist doch offensichtlich dass die EU sich eben keinen Anderen als Orban vorstellen kann. Sicherlich werden beide Seiten noch aufeinander zugehen müssen.
LG Peti

Bin schon gespannt, was für Beiträge es noch zu lesen gibt!


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#4

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 04.02.2012 10:31
von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge

Hallo Peti , warum bist Du verwundert?

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#5

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 04.02.2012 10:49
von Peti • ( Gast )
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Hallo Jürgen, verwundert bin ich deshalb, weil aus der Budapester Zeitung selten Artikel veröffentlicht werden. Noch mehr verwundert es mich, dass keine weiteren Kommentare abgegeben werden - wo beim einen oder anderen sonst die Tastatur geglüht hat.
LG Peti


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#6

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 04.02.2012 10:57
von ghia • Resident/in | 51 Beiträge

Peti,

muß Dir recht geben,besonders wenn vom P-L Artikel eingestellt werden.

Gruß
Erich


Bolond ütközik ketszer egy köber

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#7

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 04.02.2012 11:04
von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge

Hallo Peti, Artikel aus der Budapester Zeitung erscheinen weniger, weil sie online vom Verlag nicht freigegeben sind.
Erst wenn die Printausgabe erschienen ist, werden diverse Artikel freigegeben. Das kann schon mal über eine Woche dauern.

Das keine Kommentare abgegeben werden, liegt wahrscheinlich an der politischen Ausrichtung , denn die Budapester
Zeitung ist keine unabhängige Zeitung, sie ist Regierungstreu.
Ok, die Pester Lloyd ist in dieser Hinsicht auch nicht unabhängig, sie ist nicht Regierungstreu.

LG Jürgen

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#8

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 04.02.2012 11:20
von Peti • ( Gast )
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Hallo Jürgen, was Du schreibst, worin sich die Zeitungen unterscheiden, ist doch wohl allgemein bekannt. Bitte zeige mir einen Artikel aus einer regierungstreuen Zeitung auf, der nicht kommentiert wurde! Gerade dann werden Kommentare abgegeben!
LG Peti


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#9

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 04.02.2012 11:56
von Csakgyoergy • Magyar | 1.308 Beiträge

Dir und mir sind die Ausrichtungen der beiden Zeitungen bekannt aber sicherlich nicht jedem.
Warum zur Zeit keine Kommentare kommen kann ich Dir nichts sagen, evtl. liegt es daran
das die Handvoll von Mitgliedern, die überhaupt Kommentare abgeben, derzeit nicht lesen,
keine lust haben oder sonstiges.

LG Jürgen

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#10

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 04.02.2012 21:22
von ZalaKlaus • Magyar | 217 Beiträge

Gerne gebe auch ich mein Meinungsbild zu dem Artikel der Budapester Zeitung von Gábor Stier. Vorausschicken möchte ich, dass ich Jürgen und Peter dankbar bin, als Kontrast und Ausgleich zu Artikeln der systemkritischen Online-Publikation Pester Lloyd das Forum immer wieder einmal auch mit Beiträgen der konservativen und Orbán-freundlichen Presse wie der Budapester Zeitung zu verlinken. Dies halte ich für einen wichtigen Beitrag, um einerseits das gesamte Spektrum abzubilden und andererseits nicht in den Verdacht zu geraten, durch Auswahl und Priorisierung der Beiträge in die eine oder andere Richtung Einfluss zu nehmen.

Allerdings kann ich wie bei vielen Beiträgen der Budapester Zeitung auch beim Artikel von Herrn Stier die bislang im Forum vorherrschende positive Bewertung nicht teilen. Sachlichkeit und Fundiertheit sollten im Allgemeinen doch nur dann dem subjektiven Meinungsbild des Autors zugeschrieben werden, wenn zu den aufgeführten Inhalten korrekte und ausreichende Fakten mitgeliefert, die richtigen Schlüsse gezogen und auch nicht wesentliche Dinge weggelassen werden. Da dieser Maxime in wichtigen Teilen des Artikels nach meiner Einschätzung nicht ausreichend nachgekommen wird, kann ich die vorgenannten positiven Bewertungen nicht teilen. Im Einzelnen:

- Hinsichtlich der neuen Kommunikation zwischen EU und Ungarn ist sicherlich begrüßenswert, dass eine neue Sachlichkeit mit weniger Emotionen eingekehrt ist. Diese sollte die anstehenden Gespräche auf eine bessere Basis stellen können. Unerwähnt bleibt hier aber der Hauptgrund für das Entstehen der Misstöne in der Kommunikation: Die Doppelzüngigkeit von Premier Orbán in Brüssel und in Budapest, EU-Verständnis in Brüssel und EU-Feindlichkeit in Budapest.

- Den Rückhalt der ungarischen Bevölkerung für Herrn Orbán allein in dem teilweise unter dubiosen Begleitumständen zustande gekommenen Friedensmarsch auszumachen (Fahrgelderstattung und andere Incentives) und dabei die abbröckelnde Wählerschaft von FIDESZ und die sich langsam formierende Opposition einschließlich Gegendemonstrationen zu unterschlagen, halte ich in diesem Zusammenhang für unstatthaft. Die neuen Entwicklungen in Ungarn im Hinblick auf Solidarität für das herrschende System können dementsprechend wohl kaum auch in Brüssel dazu angetan sein, dem Premier mehr politisches Gewicht zu verleihen.

- Den Besuch des österreichischen Außenministers in Budapest als Beleg für eine Trendwende in der generellen Einstellung Österreichs gegenüber Ungarn anzuführen, ist nicht korrekt. Herr Spindelegger hat in den ORF-Abendnachrichten (zib2) nach seinem Besuch auf diesbezügliche Fragen darauf hingewiesen, dass Ungarn seine Vertragsverletzungsverfahren durchzustehen hätte und Österreich in Brüssel auf keine sanftere Behandlung von Ungarn durch die EU hinarbeiten würde. Herr Schulz ist als Präsident des EU-Parlaments immer noch ein scharfer Kritiker hinsichtlich der mutmaßlichen Demokratieverletzungen durch Ungarn, wie er in einem Zeit-Interview am Donnerstag zum Besten gab. Er ist damit sicherlich nicht wirklich als personifizierter Beleg für eine verständnisvollere Gangart der EU anzuführen. Im Übrigen entnehme ich dem Artikel nicht, dass das Mehr an Verständnis für die Person Orbán in Sachfragen die Vorbehalte der EU gegenüber seinen Aktivitäten auflösen werden und sein persönliches politisches Heil in Ungarn als dauerhaft wünschenswert angesehen wird. Insgesamt empfinde ich den Versuch von Herrn Stier, die Verstimmungen aktuell eher zu bagatellisieren, nicht zielführend.

- Die Probleme Ungarns mit der EU vorrangig mit der Lösung von wirtschaftlichen und finanziellen Themen in Verbindung zu bringen, finde ich persönlich als eine an den Fakten vollkommen vorbeigehende These. Natürlich müssen beispielsweise die Budgetprobleme durch Ungarn zeitnah in Ordnung gebracht werden. Und hier sollte auch ausreichende Hilfestellung der EU und des IWFs angeboten werden. Die Ungarn sollten hier jederzeit das Gefühl haben, auf Augenhöhe mitzugestalten. Nur so kann das Image der EU in Ungarn notwendigerweise wieder aufgebessert werden. Aber der Autor und viele konservative Systembefürworter haben nicht verstanden, dass der wesentlich bedeutsamere Teil der ungarischen Verpflichtung gegenüber Europa in der glaubhaften Vermittlung und Stützung von gemeinsamen demokratischen Werten der Zivilgesellschaft ist. Der Autor führt zynisch an, dass sich die EU es sich nicht leisten könne, sich mitten in der monetären Existenzkrise mit der ungarischen Verfassung herumzuschlagen. Doch wenn EU-Staaten wie Ungarn hierin gerade eben beispielsweise die Befugnisse von Verfassungsgerichten in exzessivem Umfang beschneiden, geht es an das Eingemachte der EU. Sie kann und darf derartige Restriktionen der gemeinsamen demokratischen Grundwerte in einzelnen Mitgliedsstaaten nicht zulassen, weil sie dann nicht mehr das Papier respektive der Lissaboner Verträge wert sind, auf dem diese geschrieben sind. Zudem haben Herr Stier und leider auch viele Ungarn nicht verstanden, dass Rechte von Minderheiten – hier Rechte von Homosexuellen - in einem demokratisch geprägten Wertekanon auf dem europäischen Level keine Frage mehr von Vielfalt der Gedanken oder der Anziehungskraft für die EU sind. Sie sollten zwingend auf Grundlage der in allen Ländern der EU in den Verfassungen oder zumindest im Lissaboner Vertrag fixierten Grundrechte der Freizügigkeit und der Gleichheit einen durchsetzbaren Rechtsanspruch darstellen. Dies hat auch der Europäische Gerichtshof so festgestellt. Weitere diesbezügliche Urteile folgen in den nächsten Jahren. Dabei muss in unseren europäischen Zivilgesellschaften unerheblich sein, wie man persönlich zu den Aspekten der „Andersartigkeit“ steht. Bei dem Verweis auf die bislang fehlende Fixierung von christlichen Werten in Verfassungen von EU-Staaten – Ungarn hat diese bekanntlich gerade unumstößlich in der neuen Verfassung verankert – lassen Herr Stier und Initiatoren des diesbezüglichen Verfassungsinhalts meiner Meinung gefährlich außer Acht, dass für die meisten europäischen Zivilgesellschaften in Europa in der Vergangenheit aber auch aktuell nicht ausschließlich christliche Werte die Wertefundamente ausmachten und ausmachen. Dies zeigt sich doch in den zumeist offenen aber auch kontrovers geführten Diskussionen in vielen EU-Ländern, beispielsweise in Deutschland und Frankreich. Durch die Historie und durch aktuelle Entwicklungen wird endlich auf höchster politischer Ebene ausgesprochen, dass die deutsche Gesellschaft durch christlich-jüdische Werte geprägt ist oder das gesellschaftliche Leben in Frankreich aktuell nicht nur von christlichen sondern auch islamischen Werten bestimmt ist. Diese Erkenntnis würde auch Ungarn gut zu Gesicht stehen. Ungarn ist über Jahrhunderte nicht schlecht mit der Integration von jüdischen Werten in das vorhandene christliche Wertefundament gefahren. Was im Übrigen sehr lange besser als in vielen anderen europäischen Staaten funktioniert hat, bis es leider bis 1945 zu einem unentschuldbaren Ende gekommen ist. In diesem Sinne finde ich die einseitige Einforderung von christlichen Werten zur Orientierung der Gesellschaft gerade auch für Ungarn von Herrn Stier ignorant. Der Autor befindet sich mit dieser einseitigen Werteausrichtung im Ungarn von heute mit zunehmendem Antisemitismus sowie Vorbehalten gegenüber Andersdenkenden wieder in bester rechtskonservativer Gesellschaft.

FAZIT: Ich kann in vielen Teilen des Artikels wenig Sachlichkeit und noch weniger Fundiertheit ausmachen. Und so gesehen ist auch der Artikelüberschrift folgend nichts in Ordnung

Beste Grüße aus München


Klaus


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#11

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 05.02.2012 16:43
von ZalaKlaus • Magyar | 217 Beiträge

Come on, liebe Anhänger der Sachlichkeit und Fundiertheit der Beiträge der Budapester Zeitung respektive der Orbán-freundlichen Berichterstattung (peti, sternebueb, ...). Es wurde eine Kommentierung des Beitrags nachgefragt. Ich bin dieser Anregung nachgekommen und habe mir wirklich Mühe gemacht, mich mit den thematischen Aspekten des Beitrags zu beschäftigen. Deshalb mag ich nunmehr schwerlich glauben, dass dies mit keinerlei Reaktion honoriert werden soll. Ich würde hier vielmehr gerne einen spannenden Dialog eröffnen und mich auf Euer geschätztes Meinungsbild freuen.

Beste Grüße aus München

Klaus


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#12

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 05.02.2012 16:58
von Peti • ( Gast )
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Also es erscheint am 04.02 ein Artikel der Budapester Zeitung vom 04.02. und nun bin ich erst recht erstaunt, denn die Freigabe dauert doch bis zu einer Woche. Ich muss das wohl nicht verstehen. Auf 10 Artikel der Pester erscheint 1 Artikel der Budapester - die Begründung wurde ja benannt.
Lieber Klaus ich lese täglich eine Vielzahl verschiedener Artikel, denn uns unterscheidet eines, Du schreibst Deine Artikel aus München und ich lebe hier ganzjährig daher möchte ich auch stehts gut informiert sein.
Nun spreche ich von Sachlich und Du kannst nichts Sachliches finden. Ich hatte Sachlich nicht auf den Inhalt bezogen.
Vielleicht kann ich es anhand eines Kommentars erklären den ich im Internet fand und der bedauerte welcher Wandel bei der Pester stattfand. Die Pester einst überparteilich und kritisch mit einem höflichen - ja fast vornehmen Ton und trotzdem mit stilvollem Spott berichtend, heute in einem Ton der an eine Predigt erinnert, mit Schaum vor dem Mund.
Übrigens darf ich noch auf eine Aussage des Herrn Spindelegger hinweisen: Ungarn Bashing halte er für kontraproduktiv!
LG Peti


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#13

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 05.02.2012 17:30
von ZalaKlaus • Magyar | 217 Beiträge

Liebe Petra,

danke für Dein Feedback. Ich denke doch, dass in Zeiten der Informationsgesellschaft eine umfassende Informationsbeschaffung nicht zwingend an den Standort gebunden ist. Oder hast Du bei meinen Beiträgen den Eindruck, dass sich hier zu große Informationslücken auf meiner Seite auftun. Das würde mich kränken. Die Bemerkung über "Sachlich" kann ich nicht richtig deuten. Ich bin eigentlich der Meinung, wenn man einen Artikel als sachlich und fundiert einstuft, ist hier neben dem bloßen formalen Stil der Informationsübermittlung in erster Linie der Inhalt gemeint. Und somit habe ich mich auch mit dem Inhalt beschäftigt, und dies glaube ich in einer sehr sachlichen Weise. Aber es scheint Dir offensichtlich nicht um den Inhalt sondern eher um die Informationsquelle zu gehen. Nur kann ich Dir mit der Differenzierung nach gut und böse nicht zwingend folgen. Hier haben für mich die Beiträge der Budapester Zeitung die größeren Schwächen, weil sie eben oftmals Lücken in der Faktennennung oder den Schlussfolgerungen aufweisen. Auch wenn ein Pester Lloyd in Zeiten wie diesen mit einem aggressiveren Schreibstil auffällt, hält er sich nach meiner Einschätzung immer noch in viel größerem Maße an die Fakten und fühlt sich immer noch der generellen kritischen Öffentlichkeit (keiner Partei) und nicht wie bei der Budapester Zeitung ganz einer Regierungspartei verbunden. Aber darüber kann man ja auch unterschiedlicher Meinung sein. Deine angeführte Internetbeurteilung über den Pester Lloyd lädt aber sicherlich nicht dazu ein, hier von einer neutralen sachlichen Bewertung über dne Pester Lloyd auszugehen.

Was mich an dieser Diskussion enttäuscht, ist aber die offensichtliche Weigerung von Dir, auf Inhalte einzugehen. Mich würde von einer informierten, in Ungarn lebenden politischen Frau wie Dir u.a. interessieren, wie sie beispielsweise zu denen im Artikel explizit als nachrangig dargestellten demokratischen Grundwerten für Minderheiten oder Einschränkung von Rechten für Verfassungsgerichte steht. Das sind doch gravierende Fehleinschätzungen über die Erwartungshaltung einer EU gegenüber Ungarn. Unverantwortlich?

Beste Grüße

Klaus

PS Die Aussage von Herrn Spindelegger zu Bashing ist richtig, aber dies hat laut dem österreichischen Außenminister die Alpenrepublik auch nie gemacht. Entscheidend ist aber, dass sie auch nicht auf Smooth schalten will, wie Herr Stier im Artikel behauptet!


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#14

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 05.02.2012 19:02
von Peti • ( Gast )
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Lieber Klaus, dass ich die Form der Berichterstattung nicht schätze, darf ich doch hoffentlich noch anmerken. Ich habe doch ein Recht auf freie Meinungsäußerung. Du zitierst mich falsch, da ich das Wort fundiert nicht verwendet habe. Offenbar handelt es sich um eine Verwechslung mit einem Kommentar von Sternebueb.
Ich habe mich noch nie geweigert auf Inhalte einzugehen. Was dieser Friedensmarsch - wie immer er auch zu Stande kam - für eine Bedeutung hat brauche ich Dir mit Deiner Vorbildung doch wohl wirklich nicht erklären.
Nur weil ich zu wenigen politischen Beiträgen meine Meinung äußere, möchte ich nicht als politische Frau bezeichnet werden.
Ich hoffe Du gestehst mir ein gewisses Interesse an politischen Informationen zu, da ich hier lebe und eventuelle Ereignisse daher für mich andere Auswirkungen hätten, als für Dich in München.
Wie ich zu den demokratischen Grundwerten von Minderheiten stehe habe ich bereits geäußert, das dürfte Dir bekannt sein.
MG Peti


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#15

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 05.02.2012 19:25
von Zebeckepeter • Resident/in | 72 Beiträge

Liebe Petra,
ich glaube auch, dass du nicht bereit bist dich inhaltlich mit Themen auseinander zu setzen.
Das Argument das jede Diskussion tot schlägt und "Sachlichkeit" fordert hängt mir schon seit dem 17.Lebensjahr den Hals raus.
Damals bin ich Mitglied der bayrischen Sozialdemokratie geworden und gehöre seit dem dem Linken gewerkschafsorientieretn Flügel an. Das Argument der Sachlichkeit, das ich so hasse, hat mir auch einigen Ärger in der Partei und der Gewerkschaft (NNG- dort war ich einige Jahre politischer Sekretär in Hannover und der Verdi als Betriebsratsmitglied und Vorsitzender eines solchen Gremiums.) eingebracht.
Die Sachlichkeit ist der Tod einer jeden freiheitlichen Diskussion. Wenn man gut und böse, Recht oder Unrecht, schön oder häßlich gegenüber stellen will kann und darf man nicht sachlich sein.

Ich erinnere mich noch gut an die Diskussion in den 80ern als besonders linke Bürger mit dem Spruch attackiert wurden:"Geh doch rüber in die DDR". Genau so wirkt dein durchscheinender Vorwurf wer nicht in Ungarn lebe kann die Situation nicht einschätzen.
Das ist doch hanebüchen und wirklich unter aller Kanone. Allein weil du als Frau Petra Rader, so ist ja wohl dein Name, in Ungarn lebst gibst du vor breiter und besser informiert zu sein.
Allein zuzugestehen bin ich bereit, dass du anders informiert bist. Dabei ist es genau so fragwürdig unserem Mod zu unterstellen er würde einen Artikel erst gestern "frei gegeben" haben. Wenn du den Beitrag am 4. gelesen hast, wäre es an dir gewesen den im Forum zu verlinken. Weder ist es die Aufgabe des Mods den Artikel zu posten, noch sollte er veranlasst werden sich deswegen zu rechtfertigen.
Andererseits wo bleiben deine informativen Beiträge über die es interessant ist zu diskutieren. Nimm dir die Zeit und teile uns deine Gedanken mit dann kannst du auch ein Echo, meinethalben auch ein sachliches Echo haben.
Bisher haben wir von dir eher das Gegenteil gesehen, darum auch so wenig Echo.....
Denn so Sprüche wie "Ton der an eine Predigt erinnert, mit Schaum vor dem Mund." sind nicht diskutabel und haben auch keine inhaltliche Relevanz, da sie sich nicht mit dem Thema auseinander setzen

Nur eins zur Info, aber das kannst du nicht wissen weil du so lange das Thema Ungarn nicht auf der Tapete hast:
Der Pester lloyd war niemals überparteilich.
Er war und ist immer sozialdemokratisch orientiert. Wenn auch nicht zut der ungarischen sog, "sozialdemokratischen" Partei.

Dem gegenüber ist die Budapester Zeitung das Zentralorgan der deutschsprachigen Wirtschaftslobby und der westdeutschen Konzerne und Banken in Ungarn. Das kann man an den Prognosen und Artikeln der diversen in Budapest ansässigen Unternehmenberatungsfirmen und Anwälte leicht ablesen.
Wie ich deren ewigen neukapitalistischen Sprüche und Thesen verachte.
Das sind die Leute, die dieses Land versuchen auszupressen wie eine Zitrone, die Niedriglöhne hier zu betonieren und in Deutschland (heute übrigens in Europa ein Niedriglohnland) diese Löhne weiter abwärts zu pressen.
Das sind diejenigen, denen der Gewinn einer Aktie wichtiger ist wie das Leben eines Menschen oder einer Familie.

Eine sozial-und menschenverträgliche Politik kann Ungarn mit engstirnigen Nationalisten wie Orban und seinen Populisten und Konsorten nicht machen,
denn sie stoßen immer an Grenzen.
Grenzen der Vernunft.
Grenzen der Demokratie.
Grenzen der Geduld.
Grenzen der Finanzen
Ungarn ist nicht alleine, trotzköpfig das Wort "Republik" zu streichen führt an Grenzen der internationalen Akzeptanz.
Und immer nur zu behaupten es ist alles gut und das wird schon führt an die Grenzen der Geduld-
DER WÄHLER


Beste Grüße aus Zebecke
Peter

zuletzt bearbeitet 05.02.2012 19:29 | nach oben springen

#16

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 05.02.2012 21:44
von ferenc • ( Gast )
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Nun die Diskussion hier zeigt leider wiedermal auf wie verhärtet die Seiten in Ungarn bzw. die Sichtweisen auf Ungarn sind.

Wir leben auch in Ungarn, aber daraus kann ich beim besten Willen keine Sympathien für die derzeitige Politik und den davon begünstigten Rechtsruck empfinden.

Ungarn Zukunft ist eine Replik der Vergangenheit. Ein Trauerspiel.

Dieser Größenwahn etwas zu formulieren wie: "Ungarn braucht die EU nicht, die EU braucht Ungarn" ist so unnötig wie ein eitriger Pickel am Anus.

Orban droht der EU, sein Volk würde sich von der EU abwenden, und einige Tage später höre ich im Radio das Eier demnächst 50 Forint kosten würden, da die böse EU die Käfighaltung der Hühner verboten habe. Ein Schelm der dabei etwas böses denkt.

Es gibt Momente da wünscht man sich das dieser Staat mit seinen "Magyar Termek" seinen eigenen Weg gehen möge.


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#17

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 05.02.2012 22:10
von Peti • ( Gast )
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nun überspringen wir so Kleinigkeiten wie eine Vorstellung in einem Forum und melden uns gleich zu Wort!
Ich frage mich was veranlasst einen nach Ungarn zu ziehen?!


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#18

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 05.02.2012 22:14
von sternebueb • Resident/in | 55 Beiträge

Ach wie schnell die Zeit vergeht, Während ca. 8 Stunden nicht im Forum und da stellt man fest das Seitenhiebe ausgeteilt werden ohne Rücksicht auf die freie Meinungsäusserung. Nun ich wurde im Artikel von Zalaklaus erwähnt in der Weise die ich akzeptieren kann. Also ich war Mitglied der SVP = Schweizerische Volkspartei und somit Rechtsträger und trotztem ein guter Kollege von Gewerkschafter und sozial tätigen Mitbürger. Nur mit Respekt entsteht ein guter Dialog. Und dieser Dialog findet im Moment in diesem Forum nicht statt! Lieber Zeckepeter du hast einst geschrieben, dass du auf die Beiträge des sternebuebs ruhig verzichten könntest. Rücke ich euch zu sehr auf die Pelle in dem ich frage "Läuft da eine Propagandamaschine?" Nun das viele von dem Mitarbeiterstab "Linksträger" sind und in einer agressiven Form die Gedanken des Sozialismus verteidigen missfällt einigen Forumteilnehmer. Die Antworten werden spärlicher und der Dialog fehlt. Nun ich habe schon verschiedene Namen, die eine eigenständige Meinung hatten, aus diesem Forum verschwinden sehen. Spreched nur ein Wort und ich verschwinde "Hokus Pokus Fitipus".

Immer noch wohlgelaunt
Euer sternebueb


zuletzt bearbeitet 05.02.2012 22:19 | nach oben springen

#19

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 05.02.2012 23:17
von ferenc • ( Gast )
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Vielen Dank für den freundlichen Hinweis, ich habe meine Vorstellung nun auch vorgenommen.

Was zählt den bei einem neuen User, das er artig Pfötchen gibt, oder das er etwas zu einer Diskussion beitragen möchte? Zweiteres möchte ich gerne sein und das auch mit Leuten die nicht unbedingt meiner Meinung sind.

Zitat von Peti
lieber Sternebueb, alle Achtung! Nachdem ich noch brauchbar war, da ich eine Adresse kannte, die brauchbar war, war man freundlich und ich habe sehr nette PMs erhalten. Nun da ich diese Adresse weitergegeben habe, kann man auf mich getrost auf mich verzichten und man zeigt das wahre Gesicht!
LG Peti



Wäre man nicht dann besser bei PM geblieben, zu dem Thema trägt es doch wohl nicht bei

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#20

RE: Alles in Ordnung(?)

in Ungarns Politik und Parlament 06.02.2012 00:31
von Archange • Magyar | 141 Beiträge

Ich habe einen Verdacht:
Viele schreiben keine Kommentare mehr weil es in den meisten Fällen dazu führt, dass man hier dann persönlich angegriffen wird und auf völlig themenfremden Dinge herumgehackt wird. Das möchte doch keiner haben !
Natürlich ist auch mir aufgefallen, dass die politische Einstellung hier im Forum eher contra Orban ist, vielmehr verfassen wohl die pro Orbans eher weniger Beiträge. Ich persönlich meine auch mittlerweile mitbekommen zu haben wer nun mehr Links und wer mehr Rechts orientiert zu sein scheint. Und wie hier auch immer wieder und furchtbar gerne erwähnt wird, darf ja auch jeder seine eigene Meinung haben. Ob es nun immer sinnvoll ist selbige auch, mittels Kommentar kund zu tun, liegt im Ermessen jeden Einzelnen und sicher nicht in dem eines anderen Mitgliedes, oder Mods. Kurzum, auch wenn die ein, oder andere Zeitung voreingenommen ist, bin ich doch sehr froh, dass ich mich hier in einem Forum befinde, das sowohl überparteilich wie auch unabhängig und neutral ist.

Ralf-Peter


Begründe nichts mit Geisteskrankheit,
was sich auch mit einer
defekten Tastatur erklären lässt.

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