Neues Ungarnforum - das Forum für Residenten in ganz Ungarn

#26

Gebräuche und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 21.10.2012 21:20
von Martha • Mitglied | 1.805 Beiträge

Ich will Euch über einen Brauch berichten, der mich anfangs total irritiert hat:

In unserem Dorf hier in Ungarn (ein Dorf, wo beinahe ausschiesslich Donau-Schwaben lebten), ist es durchaus üblich, dass auf den Grabsteinen auch schon die Namen der Angehörigen eingraviert sind, die noch gar nicht gestorben sind. Üblicherweise sind es die Namen der Eheleute. Die Namen der Kinder sind nicht zu finden, da sie ja meist eigene Familien gründen und demnach eigene Gräber haben werden.
Es steht also schon der Name und das Geburtsdatum von demjenigen drauf, der hier irgendwann begraben wird. Manchmal ist auch schon das Sterbejahr angefangen, also "20" - es fehlen die letzten beiden Ziffern.
Hier finden sich ausschliesslich Grabsteine aus Stein - überwiegend aus dem Kalkstein, der hier abgebaut wird. Grabkreuze aus Metall, wie besonders in Bayern und Österreich üblich, findet man hier nicht.

Die Eltern unserer Freunde haben schon seit Jahren ihre "eigene" Grabstätte, obwohl beide noch leben. Sie hegen und pflegen sie jahreszeitlich bedingt, gehen also im Sommer alle paar Tage zum Grabgiessen etc. Die Namen der beiden stehen natürlich schon drauf.

Im Burgenland habe auch schon einmal einen Friedhof gesehen, wo man das so praktiziert.

Eine schöne Geste hier in dem Friedhof ist es, dass alte Grabsteine, um die sich niemand mehr kümmert, an Rand des Friedhofs aufgereiht werden. Es wird kein einziger Grabstein entsorgt. Da sind uralte dabei, wo die Menschen im vorletzten Jahrhundert verstorben sind. Fast alle haben deutsche Beschriftungen, teilweise sogar mit donau-schwäbischen Dialekt (z.B. ".... wurde 30 Jahr von seiner Tohter und den Engeln gepflegt" = Tochter und Enkel)


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#27

RE: Gebräuche und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 22.10.2012 11:13
von Erika (gelöscht)
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Das ist eine Sitte und kein Brauch. Und es ist nicht auf Ungarn begrenzt. Wenn du ein Famieliengrab kaufst, und dein Partner ist gestorben, so muß nach einer bestimmten Frist ein Grabstein aufbgestellt werden. Dafür wird der Name, das Geburts- und Todesdatum eingemeiselt oder aufgebracht. Damit der Grabsteinmacher nach dem Tod des anderen Partners(also dir) nicht den ganzen Grabstein wieder ausbuddeln muß, was ein kleines Vermögen kostet, ist es gestattet, schon vorab den Namen und das Geburtsdatum des noch zu versterbeneden Ehepartners aufzubringen. Kinder macht man aus abergläubischen Gründen nicht. Wer will schon als Elternteil sein eigenes Kind beerdigen müssen.

Wenn du in deinem Ort unbedingt auf einem bestimmten Friedhof beerdigt werden willst, aber damit rechnen mußt, das er wegen Überfüllung vor deinem Tod geschlossen wird (das heißt so und bedeutet: es werden keine neuen Gräber aufgenommen) kannst du,-manchmal jedoch nur, mit Beziehungen, - deinen Platz kaufen, bevor du ode dein Partner tot sind. Das Grab muß dann natürlich genauso gepflegt und gehegt werden wie jedes andere auch.

Ein Grabloch wird im Grunde für eine gewisse Zeit verkauft. Ich glaube, die längste Zeit ist 25 Jahre. Der Grabstein ist für immer. Der gehört der Familie der/des Verstorbenen. Da es fremdes Eigentum ist, darf die Kirche die Grabsteine nicht wegwerfen oder anderweitig benutzen. Wenn da welche an der Friedhofsmauer stehen dann sind das Steine, die niemand abgeholt hat. Sollte dir einer davon gefallen und du bekommst die Verwandten heraus, kannst du versuchen ihn abzukaufen. Das ist erlaubt.

Auf der anderen Seite sagen solche alten Grabsteine viel über die früheren Bewohner des Dorfes aus. Und bei Ahnenforschungen haben sie schon viel Auskunft (bitte nicht wörtlich nehmen) gegeben.



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#28

RE: Gebräuche und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 22.10.2012 21:30
von Martha • Mitglied | 1.805 Beiträge

Hallo Erika,
ob das nun "Sitte" oder "Brauch" ist - so spezielle Gedanken habe ich mir darüber nicht gemacht. Das Wort "Brauch" liegt mir als Bayerin einfach näher als das Wort "Sitte"........
Ob diese Praktiken nur auf unsere ungarische Gegend begrenzt sind, weiss ich leider auch nicht genau. Im österreichischen Burgenland habe ich das, wie von mir berichtet, ja auch schon gesehen.
In den deutschen Gegenden, die ich kenne, gibt es diese Gewohnheiten nicht. Ich kenne auch keine Familie, die ein Grab pflegt, wo noch niemand begraben liegt und wo schon ein Grabstein mit den Namen draufsteht.

Deshalb habe ich anfangs einfach gestaunt. Der Gedanke, dass mein Mann und ich schon unser eigenes Grab pflegen und ich unsere Namen und unsere Geburtsdaten auf dem Grabstein lese, ist für mich unvorstellbar.

Und nicht zuletzt möchte ich keinen der Grabsteine von aufgelassenen Gräbern kaufen. Ich finde es einfach eine schöne Geste, diese nach wie vor der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, auch wenn die Kirche/Gemeinde kein Geld mehr damit verdient. In Deutschland kenne ich das nicht. Die Grabsteine werden sicher eine gewisse Zeit irgendwo gelagert und dann vernichtet. Vieles bei uns in Bayern hat natürlich mit den Grundstückspreisen, die sich ja auch in den Preisen für die "Grabmiete" niederschlagen, zu tun.

Ich nehme an, dass Du in einer deutschen Gegend zu Hause bist, wo Dir diese Gewohnheiten vertraut sind. Ich kannte sie jedenfalls nicht.


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#29

RE: Gebräuche und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 22.10.2012 21:56
von Hedi • Mitglied | 1.143 Beiträge

In Deuschland haben auch mir Aussiedler aus Siebenbürgen von diesem Brauch berichtet. Aber man berichtete auch, dass alte Menschen wegen der geringen Altersversorgung, schon vorweg alles bezahlt haben wollten. Was für mich auch unvorstellbar war auch die Aussage, dass sogar der Sarg schon auf dem Dachboden wartete. Aber dieser stand nicht nutzlos herum, sondern man bewahrte dort auch die Nüsse auf.

Das war deren Vorsorge und wir regeln es auf andere Art.


Zum Sockenprojekt


zuletzt bearbeitet 22.10.2012 21:57 | nach oben springen

#30

RE: Gebräuche und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 22.10.2012 22:07
von Martha • Mitglied | 1.805 Beiträge

Ja, liebe Hedi,

das hatte bzw. hat sicher damit zu tun, dass die "Alten" den Jüngeren nicht zur Last fallen und alles geregelt wissen wollen. In erster Linie aus finanziellen Gründen.

Und zu den "Nüssen auf dem Dachboden": Ich denke, das ist für unsere Generation unvorstellbar. Aber das zeigt auch von einer unverkrampften Art, mit dem Tod umzugehen. Warum eigentlich nicht....................?



zuletzt bearbeitet 22.10.2012 22:12 | nach oben springen

#31

RE: Gebräuche und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 23.10.2012 10:09
von molly (gelöscht)
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in meiner Region Somogy ist das auch ganz normal, dass auf den bestehenden Grábern bereits der Name des noch zu Beerdigenden eingebracht ist.
Anfangs war ich etwas erschrocken, als ich mit meiner alten ungarischen Nachbarsoma zum Friedhof fuhr und dort das Grab ihres verstorbenen Mannes versorgte und mir dabei bereits ihr eigener eingemeiselter Name auffiel.Auf meine Frage diesbezúglich sagte sie mir auch so , sie mőchte alles, was mit ihrer Beerdigung finanziell zu kláren sei, soweit als mőglich, jetzt schon bezahlt wissen.Fúr mich etwas unvorstellbar im ersten Augenblick, wenn man aber die niedrigen ungarischen Renten bedenkt, durchaus erklárbar.Einen Sarg auf ihrem Dachboden habe ich allerdings noch nicht gesichtet, das wáre mir dann doch etwas unheimlich...



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#32

RE: Gebräuche und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 23.10.2012 10:54
von Erika (gelöscht)
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Wollte ja nur darauf aufmerksam machen. Wenn man zu Besuch in einer fremden Stadt ist lohnt schon mal ein Abstecher auf den hiesigen Friedhof. Gerade wenn man ein gewisses Alter erreicht hat oder sich überhaupt mit dem persönlichen Ableben beschäftigt. Zu meiner Verteidigung muß ich sagen, das ich als 18 jährige in einer Fabrik angefangen habe zu arbeiten, des Geldes wegen. Dort arbeiteten hauptsächlich Frauen, aller Alterstufen. Und gerade die "Alten" haben ganz offen über das Thema Tod gesprochen. Für sie war es eine Selbstverständlichkeit, sich selbst um die eigene Beerdigung zu kümmern. Erstens, das alles nach eigenen Wünschen geordnet und verwaltet ist und zweitens, damit man den trauernden Angehörigen nicht auch noch mit diesen Erledigungen zur Last liegt.
Meine Großeltern mütterlicherseits haben auch alles organisiert und schon bezahlt. Sogar der Leichenschmaus war schon bestellt.



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#33

RE: Gebräuche und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 23.10.2012 11:02
von Frank Stein (gelöscht)
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Zitat von Jule und Janosch: "An Ostern haben wir zu meiner Kinderzeit Osterwasser geholt - von eine Quelle in der Nähe, dabei durfte nicht gesprochen werden"

Hallo, das was Ihr hier beschreibt ist ein uralter wendischer und auch sorbischer Osterbrauch in der Nieder-und Oberlausitz, der in einigen traditionsbewusten Dörfern und Gemeinden auch heute noch durchgeführt wird.
Während die Mädchen und jungen Frauen in aller Herrgottsfrühe das Wasser an der Quelle holen, legen sich die jungen Burschen auf die Lauer und erschrecken diese, nachdem sie das Wasser geschöpft haben und auf dem Heimweg sind. Damit wollen sie das Schweigen der Mädchen brechen .


Ungarn - eine Lebenseinstellung


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#34

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 24.10.2012 13:15
von Elise (gelöscht)
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Ungarn hat wirklich ein paar schöne und interessante Traditionen. Wusste ich so nicht. Meine Mutter hat ja leider nicht viel darüber erzählt.


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#35

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 24.10.2012 16:25
von Anza • Administrator | 7.333 Beiträge

@Frank Stein ............. bitte in Ungarn bleiben - DANKE


Bis bald mal wieder
Pusztaqueen


- Hab Sonne im Herzen und Schalk in den Augen ! -


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#36

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 26.10.2012 12:20
von Frank Stein (gelöscht)
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oki doki, kann ja gelöscht werden ...bitte um Entschuldigung, kommt nicht mehr vor


Ungarn - eine Lebenseinstellung


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#37

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 26.10.2012 13:39
von Puskas auf eigenen Wunsch gel&ou (gelöscht)
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@Pusztaqueen,
es ist ja richtig, wenn auf den Ungarnbezug hingwiesen wird. Aber wenn es parallele Bräuche in deutschen Landesteilen gibt, ist das nach 1000 Jähriger gemeinsamer Ungarisch/ Deutsche/Bayrische Geschichte doch erhellend als störend. Allzu viele Strenge, kann auch interessante Erkenntnisse verhindern.


Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich schreibe - nicht dafür, was daraus gelesen wird.


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#38

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 26.10.2012 15:54
von Anza • Administrator | 7.333 Beiträge

@Puskas, wenn du mir erklären kannst, wo hier die Parallelen zu finden sind .........
Die Lausitz befindet sich im Dreieck Deutschland/Polen/Tschechien und hat jedenfalls nix mit Ungarn zu tun.

@Frank Stein: nein, zum löschen besteht kein Anlass ........ ich wollte nur nicht, dass nun vermehrt Bräuche und Sitten
aus Deutschland und anderen Ländern in diesen Beitrag einfliessen


Bis bald mal wieder
Pusztaqueen


- Hab Sonne im Herzen und Schalk in den Augen ! -


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#39

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 26.10.2012 16:42
von Erika (gelöscht)
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Habe mir erlaubt, nachdem das Thema Bräuche und Sitten in Ungarn nur schleppend vorangeht, ein Buch über Volkstum in Ungarn in der Bibliothek auszuleihen und darin zu stöbern. Die Sache mit Ostern, an dem wir nun einige Zeit scheinbar hängen steht in diesem Buch folgend beschrieben: Es stimmt, das die jungen Männer am Brunnen auf die Mädchen gewartet haben, um sie zu ärgern. Da das Wasserholen durch die Kanalisierung ausfällt, sind die Burschen mit Handwagen mit Wassereimern ins Dorf und haben die Frauen zum Tanz aufgefordert, um ihnen dann, unverhofft, das Wasser über zu schütten. Heute hat sich das auf das Besprühen durch Parfüm dezimiert.
Was sagt uns die Geschichte? - Männer werden nie erwachsen.



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#40

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 26.10.2012 17:03
von Puskas auf eigenen Wunsch gel&ou (gelöscht)
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„@Puskas, wenn du mir erklären kannst, wo hier die Parallelen zu finden sind .........
Die Lausitz befindet sich im Dreieck Deutschland/Polen/Tschechien und hat jedenfalls nix mit Ungarn zu tun.“

Kemin/Kemenate sind beides Wortstämme, die wohl den gleichen Ursprung hatten. Gisela, die geschätzte Gattin des geschätzten Stephan war Bayerin. Die brachte ein Teil ihrer Ritterschaften mit in das neue Heimatland und mit ihnen kamen Menschen und Sitten? Warum schließt Du aus, dass es eine kulturellen Austausch, oder den von Sitten und Gebräuchen gab. Vielleicht auch aus der Lausitz,Polen,Tschechien. Völker lassen sich selten durch Grenzen in ihrem Brauchtum stoppen.

Selbst die Kelten, bekanntermaßen einiges vor Stephan auf der Weltbühne aktiv, waren einem Austausch mit anderen Kulturen offener gegenüber eingestellt als es hier den Anschein haben darf.

Sei´s drum, macht was ihr denkt, mir erscheint das Eine oder Andere einfach zu autoritär. Ein Thema zu moderieren ist etwas anderes als es abzuwürgen.


Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich schreibe - nicht dafür, was daraus gelesen wird.


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#41

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 26.10.2012 17:22
von Anza • Administrator | 7.333 Beiträge

@Puskas: wir tauschen uns in diesem Beitrag über Brauchtum und Sitten in Ungarn (im Hier und Heute) aus - richtig?

Was hat das mit abwürgen zu tun, wenn ich darauf hinweise, dass wir uns eben auf Ungarn konzentrieren sollten?
Sicherlich ist es im ein oder andern Fall interessant wie, wann und wo ein Brauch entstanden ist - dem ist auch nichts
dagegen zu setzen.
Aber dann sollten wir doch wieder zum eigentlichen Thema zurückkehren - oder einen neuen, sicherlich
auch interessanten Beitrag eröffnen, der sich mit der Geschichte und Kultur Ungarns befasst

Hab dir übrigens vorhin eine PM geschrieben


Bis bald mal wieder
Pusztaqueen


- Hab Sonne im Herzen und Schalk in den Augen ! -


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#42

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 26.10.2012 17:43
von Puskas auf eigenen Wunsch gel&ou (gelöscht)
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(im Hier und Heute) dass hast Du gerade dazugesetzt, dass ist nach meiner Erinnerung vorher nicht so definiert worden.
Abgesehen davon, ist es nur die halbe Geschichte, wenn man zwar einen Brauch beschreibt und den Ursprung, wenn denn bekannt, weglässt.

Auch die Frage wo er seinen Ursprung hat ist doch superspannend. wenn Mädchen und junge Frauen zu Ostern (Hase, Eier, Lämmer alles vorchristliche Fruchtbarkeissymbole) Wasserquelle (Born, Quell des Lebens) holen, dann kann das, nach meiner Auffassung, mit vorchristlichen Fruchtbarkeitsriten zu tun haben. Wenn diese aus der Lausitz (Slaven, sesshaft, also agraisch) nach Ungarn (Nomadenvolk bei denen man nicht zwingend Fruchtbarkeitsrituale vermuten muss) gewandert sind, oder vielleicht von vor den Ungarn ansässigen agraischen Kulturen übernommen wurde, stellt sich die Frage, durch was eine solche Parallele entsteht. Mich interessiert das, ich finde dass sehr spannend. Ist aber natürlich nur meine Sicht.

Danke für die Mail. Ich werde darauf antworten. Nur vorweg, ich habe nicht dem Forum den Rücken gekehrt, sondern meine Familie ist gerade hier, deshalb habe ich mich im Augenblick etwas herausgenommen.


Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich schreibe - nicht dafür, was daraus gelesen wird.


zuletzt bearbeitet 26.10.2012 17:57 | nach oben springen

#43

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 26.10.2012 19:29
von Frank Stein (gelöscht)
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Bitte, meinetwegen sollte sich hier niemand streiten. Ich wollte doch lediglich darauf hinweisen, dass es in meinem Volk, dem Slavischen, den gleichen Brauch gibt. Nicht mehr und nicht weniger.


Ungarn - eine Lebenseinstellung


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#44

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 26.10.2012 19:33
von Puskas auf eigenen Wunsch gel&ou (gelöscht)
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Nur keine Schuldgefühle, Ehre wem Ehre gebürt. So ein bischen Meinungsverschiedenheit, hält das Form schon aus.


Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich schreibe - nicht dafür, was daraus gelesen wird.


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#45

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 26.10.2012 21:50
von Martha • Mitglied | 1.805 Beiträge

EIGENTLICH war es nur so eine Idee von mir, sich über ungarische Gebräuche und Sitten auszutauschen.
EIGENTLICH dachte ich, dass sich das auf persönliche Erlebnisse bezieht.
EIGENTLICH war ich auch der Meinung, dass ich zu diesem Thema erfahren kann, welche Gebräuche es in anderen Landesteilen Ungarns gibt.
EIGENTLICH nur deshalb, weil es mich interessiert und weil ich annehme, dass es bei vielen anderen auch so ist.

EIGENTLICH hatte ich nicht erwartet, dass es hier Diskussionen/Beiträge gibt, wie ich sie zuletzt teilweise gelesen habe.............

Ich freue mich auf die nächste "Geschichte"..............



zuletzt bearbeitet 26.10.2012 21:51 | nach oben springen

#46

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 26.10.2012 21:56
von Puskas auf eigenen Wunsch gel&ou (gelöscht)
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Dank Frank Stein scheint der Ursprung dieses Brauches und warum diese Parallele zwischen dem ungarischen und dem Lausitzer Brauch existiert, geklärt zu sein.
Die Slawen waren zur Zeit der Ungarischen Landnahme im Karpatenbecken angesiedelt. Damit scheint es möglich, dass dieser slawische Brauch von den Ungarn übernommen wurde.

Danke Pusztaqueen, für die majestätischen Geduld.

http://de.wikipedia.org/wiki/Slawen


Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich schreibe - nicht dafür, was daraus gelesen wird.


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#47

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 27.10.2012 12:18
von Anza • Administrator | 7.333 Beiträge

Hallo Martha,

ich finde es ja gut, dass du auf deine EIGENTLICHE Motivation gehört und dieses Thema eröffnet hast.
Wäre super, wenn wir Alle noch mehr erfahren ...........


Und, wie Puskas schon sagt - ein bischen Meinungsverschiedenheit hält das Forum schon aus - und wir sind
ja trotzdem alle ganz lieb zueinander, nicht wahr?!


Bis bald mal wieder
Pusztaqueen


- Hab Sonne im Herzen und Schalk in den Augen ! -


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#48

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 28.10.2012 12:44
von Erika (gelöscht)
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Was ist mit "Salonzucker" Das müsste doch ein echt ungarischer Brauch sein.



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#49

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 28.10.2012 13:32
von Hedi • Mitglied | 1.143 Beiträge

Ja, das ist ein ungarischer Brauch. In den Geschäften werden in der Adventzeit Unmengen von Salonzucker angeboten. Ich kann mich auch noch an meine Kindheit nach dem Krieg erinnern. Wir Flüchtlinge waren sehr arm und da haben meine Grosseltern Brotrinde in Papier gewickelt, an den Enden waren Fransen geschnitten und damit wurde der Christbaum geschmückt. Auch hat man viel über den schön mit Salonzucker geschmückten Baum, der in Ungarn in der schönen Stube stand, gesprochen.


Zum Sockenprojekt


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#50

RE: Brauchtum und Sitten in Ungarn

in Ungarn Reisen, Land & Leute 28.10.2012 14:57
von Anza • Administrator | 7.333 Beiträge

Ungarischer Brauch an Neujahr:

- keinen Fisch essen, sonst schwimmt das Glück davon
- kein Geflügel essen, sonst fliegt das Glück davon

es gibt noch einige mehr ........wer kennt sie??


Bis bald mal wieder
Pusztaqueen


- Hab Sonne im Herzen und Schalk in den Augen ! -


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